Gymnasium hat schon wieder Platzmangel

Erstellt am 13. April 2022 | 05:23
Lesezeit: 3 Min
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Erst 2019 wurde der Umbau des Gymnasiums samt Zubau fertiggestellt.
Foto: Müller
Erst Ende 2019 wurde der Um- und Ausbau der Bundesschulen abgeschlossen.
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Über viele Jahre platzte das Gymnasium förmlich aus allen Nähten, ganz abgesehen davon, dass das Gebäude längst nicht mehr dem Stand der Zeit entsprach. Umso größer war damals die Freude, als endlich der Um- und Ausbau angegangen wurde, der Ende 2019 abgeschlossen wurde.

Etwas mehr als zwei Jahre später herrscht in der Schule schon wieder Platzmangel. „Wir haben zum Glück niemanden abweisen müssen, aber wir sind bummvoll“, sagt Direktorin Sabine Puchinger, nachdem die Anmeldephase zu Ende gegangen ist. Rund 170 Anmeldungen gab es für die ersten Klassen.

„Wir werden sieben erste Klassen haben. Ich bin froh, dass es sich ausging. Es tut mir im Herzen weh, wenn wir Schüler abweisen müssen“, erzählt Puchinger, dass auch noch drei Schüler aufgenommen wurden, die im Schwechater Gymnasium keinen Platz mehr bekommen haben. „Mehr geht aber echt nicht. Wir sind auch in allen anderen Schulstufen voll“, so Puchinger. Das sei deshalb relevant, weil derzeit so viele Menschen nach Bruck übersiedeln.

Im Gymnasium gehen deshalb laufend Anrufe ein, ob Kinder in einigen Monaten in einer der höheren Schulstufen einsteigen können. Derzeit zählt das Gymnasium 39 Klassen, nächstes Schuljahr werden es 40 sein. Und da gebe es so gut wie keinen Spielraum, noch jemanden aufzunehmen.

Wie aber kann das sein, so kurz nach der Erweiterung? „Wie weit dabei im voraus gedacht worden ist, die Frage darf man sich schon stellen“, meint Puchinger. Die Region werde für Zuzügler immer attraktiver. „Das ist toll, aber man muss auch schauen, wie sich das im schulischen Bereich entwickelt – und da kommt man gerade nicht nach“, so Puchinger. Sie wünscht sich, wie viele andere AHS-Direktoren auch, dass die Nahtstelle zwischen Volksschule und AHS bzw. Mittelschule bearbeitet wird.

„Es braucht ein objektives Kriterium, am besten schon in der dritten Klasse Volksschule. Wir brauchen auch gute Fachkräfte in handwerklichen Berufen und diese Entscheidung kann nicht erst fallen, wenn man das Zeugnis der vierten Klasse in Händen hält“, so Puchinger, die für mehr Unterstützung plädiert, wenn es darum geht „festzustellen, in welcher Schule der beste Platz für jedes einzelne Kind ist“.

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