Abschluss-Klassen in den Startlöchern. Sowohl im Gymnasium Schwechat als auch in der HAK Bruck hält man den Stufenplan für die Schulen für gut gewählt.

Von Gerald Burggraf und Susanne Müller. Erstellt am 30. April 2020 (05:34)
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Wenn die Matura vorbei ist, stellt sich die Frage, ob man noch mitversichert ist.
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Es geht also wieder los, zumindest schrittweise. Nach Wochen des „Homeschooling“, sprich des Unterrichts von zu Hause aus, werden mit kommendem Montag die Schulen wieder aufsperren. Der Neustart ist in drei Etappen geplant (siehe Seiten 4/5), den Anfang machen die Schüler der Matura- und Abschlussklassen.

Schwechats Gymnasiums-direktor Heinz Lettner sieht die stufenweise Öffnung positiv.
Burggraf

Für Heinz Lettner, Direktor des Gymnasiums Schwechat, ist der von Minister Heinz Faßmann (ÖVP) ausgegebene Fahrplan „unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen die maximal mögliche Variante“. Als „heikelsten Punkt“ bezeichnet der Schulleiter die Einhaltung der strengen Hygienevorgaben. „Deshalb bin ich auch dankbar, dass es vorerst zu einer stufenweisen Öffnung, ohne Vollbetrieb kommt“, erklärt Lettner.

Generell hofft er, etwa beim Tragen eines Mundschutzes außerhalb der Klassenräume auf die „Vernunft und Kooperation unserer Schülerinnen und Schüler“. Klarerweise würden die Hygienevorschriften in der ersten Zeit im Fokus des Unterrichtsgeschehens stehen. Lettner setzt zudem auf Information und weniger auf Überwachung oder Sanktionen. Der Unterricht soll ähnlich dem Ministeriumsvorschlag ablaufen. Die Klassen werden geteilt, die jeweiligen Gruppen wöchentlich abwechselnd am Montag, Mittwoch und Freitag beziehungsweise am Dienstag und Donnerstag in der Schule unterrichtet. Das garantiere, dass keine zu lange unterrichtsfreie Zeit entstehe und ermögliche den Schülern, an diesen Tagen die neuen Inhalte zu verarbeiten oder die Hausübungen dazu in Ruhe zu erledigen.

Ab Montag ist auch wieder Beginn des (fast) normalen Schulbetriebs für die drei Maturaklassen der Handelsakademie und die zwei Abschlussklassen der Handelsschule in Bruck. In der Startphase ab 4. Mai werden somit 78 der insgesamt 425 Schüler der beiden Schulen wieder in den Klassenräumen sein. Direktorin Ulrike Wiedersich hält den Zeitpunkt der Wiederöffnung für gut.

Brucks HAK- und HAS-Direktorin Ulrike Wiedersich hält Hygieneregeln für umsetzbar.
Müller

„Wir waren als eEducation-Schule gut auf Distance Learning vorbereitet und setzen den Fernunterricht ausgezeichnet um. Eine Öffnung ist trotzdem dringend notwendig, weil kompletter Unterricht auf Dauer auch den persönlichen Kontakt erfordert“, ist Wiedersich überzeugt. Die konkrete Organisation des Schichtbetriebs in der Schule sollte sich ihrer Meinung nach nach den räumlichen Gegebenheiten richten. „Aber auch für den Unterricht gilt die Notwendigkeit des Abstand Haltens“, so Wiedersich, die die Hygienevorschriften für gut umsetzbar hält. „Das Hygienehandbuch des BMBWF ist umfangreich, gut lesbar und umsetzbar.“