Bezirk Bruck: „Der Turnsaal ist immer voll“. Im Bezirk funktioniert die Kooperation von Schulen und Vereinen reibungslos.

Von Adalbert Mraz, Susanne Müller, Josef Rittler, Sonja Wirgler und Stefanie Cajka. Erstellt am 11. September 2019 (04:47)
Raimund Novak
Etliche Vereine, wie etwa die Brucker Basketballer, nutzen die Sporthalle in der Volksschule Fischamenderstraße.

Die Schulen zu verpflichten, ihre Sportanlagen für Vereine zur Verfügung zu stellen – dafür wird es im Brucker Bezirk wohl keine Notwendigkeit geben. Die Hürden, die es offenbar in etlichen anderen Regionen gibt, wenn Sportvereine die Schulsportstätten benützen wollen, sind hier nämlich kein Thema.

In der Bezirkshauptstadt werden sowohl die Sportanlagen der Volksschule Fischamenderstraße als auch die der Neuen Mittelschule und die des Gymnasiums von den Sportvereinen genutzt. „Unser Turnsaal ist immer voll und das funktioniert wunderbar“, erzählt etwa AHS-Direktorin Sabine Puchinger, selbst auch Sportlehrerin. Probleme oder Unstimmigkeiten gäbe es kaum. „Wir reden eben miteinander“, so Puchinger. Ähnlich ist die Situation in etlichen anderen Gemeinden des Bezirks. Auch in Wolfsthal steht der Turnsaal allen Vereinen zur Verfügung. Benutzt wird er unter anderem vom Fußballverein, von der Jugend und den Turnerinnen. Die Kosten betragen 15 Euro pro Stunde ohne Benützung der sanitären Einrichtungen, mit Benützung 25 Euro.

VP-Bürgermeister Gerhard Schödinger freut sich über die Auslastung: „Die Nachfrage ist groß. Sollten Schäden entstehen, werden wir individuelle Lösungen suchen.“

"Probleme hat es bisher keine gegeben"

„Für die Vermietung der beiden Sportsäle in der Volksschule Enzersdorf ist die Gemeinde zuständig“, weiß Direktorin Silvia Puchinger. Heimische und auswärtige Vereine nutzen vor allem während der kalten Jahreszeit die modernen Sportstätten. „Von September bis März sind die Turnsäle ausgebucht“, freut sich Bürgermeister Markus Plöchl (ÖVP). Die Einnahmen fließen in die Gemeindekasse. In Enzersdorf erfolgt die Reinigung durch die von der Gemeinde angestellten Schulwarte. Sollte es zu Schäden kommen – was laut Plöchl äußerst selten vorkomme – werden bei eindeutiger Zuordnung des Verursachers die Vereine für die Reparatur zur Kasse gebeten.

In Hainburg kümmert sich die Stadtgemeinde um die Vermietung der Turnsäle an private Nutzer. „Unsere Vereine können die Turnsäle benützen, sie melden sich bei uns an, dann wird ein Stundenplan erstellt“, berichtet Bürgermeister Helmut Schmid (VP). „Probleme hat es bisher keine gegeben, die Vereine sind sehr diszipliniert.“ Auch die Höfleiner Limeshalle ist ein positives Beispiel für die gemeinsame Nutzung von Schule und Vereinen. So wurde beispielsweise vor rund 20 Jahren das Kinderturnen ins Leben gerufen, bei dem in den letzten zwölf Jahren Elke Taubenschuß vom Volleyballverein Höfleiner Sandhasen federführend war. Dafür wurde die Halle von der Gemeinde gratis zur Verfügung gestellt. Die gute Kooperation wird auch von Volksschuldirektorin Renate Zwickelstorfer-Herl betont: „Es war toll, weil man die Kinder von der Nachmittagsbetreuung lückenlos rüberschicken konnte.“

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