Kuriose Sturmeinsätze: „Wer vermisst ein Trampolin?“. Die Feuerwehr Schwadorf musste neun Mal ausrücken. Ein Federsprungbrett landete auf der Straße.

Von Raimund Novak. Erstellt am 25. Februar 2020 (14:19)
Abgehoben! Das Dach dieser Gartenhütte flog in den Garten des Nachbarn. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.
Feuerwehr Schwadorf

Das Sturmtief, das in der Nacht von Sonntag auf Montag über Österreich zog, hatte auch die Gemeinde Schwadorf erwischt. Kurios verlief der erste Einsatz um 23 Uhr: Ein Trampolin, höchstwahrscheinlich aus einem Garten, hatte sich selbstständig gemacht und landete auf der Oberen Umfahrungsstraße. „Es wollte wohl fliegen lernen“, kommentierte Kommandant Wolfgang Nieder auer diesen Vorfall. Wem das Federsprungbrett gehört? Diese Frage stellen sich auch die Einsatzkräfte. „Das Gerät steht auf jeden Fall bei uns, zum Abholen bereit.“

Es folgten weitere Sturmeinsätze. Zwischendurch erfolgte eine Türöffnung. Eine Dame war hingefallen und konnte nicht mehr aufstehen. „Wir sind dann über den Balkon eingestiegen“, berichtete Niederauer.

Am Vormittag war noch lange keine Ruhe eingekehrt. „Ab sieben Uhr ging es weiter.“ In einer Liegenschaft in der Ebergassingerstraße wurde eine Hütte in zwei Teile zerlegt. Das Dach landete beim Nachbarn (siehe Bild).

Des Weiteren wurden die Feuerwehrleute, die bei jedem Einsatz mit rund 15 Mitgliedern ausrückten, zu einem umgefallenen Baum gerufen, der in einer Einfahrt lag. Etliche lose Dachziegel wurden anderorts ebenfalls beseitigt. Insgesamt war die Schwadorfer Wehr neun Mal mit Blaulicht unterwegs. Um 11.30 Uhr war dann aber endlich „Feierabend“.