Stephan Pernkopf: „Krise exzellent gemeistert!“. Stephan Pernkopf besuchte eine der beiden Schwerpunktkliniken im südlichen Niederösterreich. Neunkirchen soll dies vorerst auch bleiben, Mödling fällt weg.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:27)
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) machte sich ein Bild von der Arbeit am Landesklinikum Neunkirchen – hier im Gespräch mit NÖN-Redakteur Philipp Grabner.
NLK Filzwieser

Auch, wenn die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt rückläufig war – noch ist die Pandemie nicht ausgestanden. Trotzdem zieht das für die Spitäler zuständige Regierungsmitglied Stephan Pernkopf (ÖVP) am Donnerstag bei einem Lokalaugenschein im Neunkirchner Landesklinikum eine positive Zwischenbilanz im Kampf gegen Covid-19. Denn schon heute könne man sagen, dass „unsere Spitäler die letzten Wochen exzellent gemeistert haben“, wie der Landeshauptfrau-Stellvertreter erklärte. Um gleichzeitig festzustellen, dass die Behauptung mancher Gesundheitsökonomen, man habe zu viele Spitäler und Betten, falsch sei: „Wir brauchen diese hohe Kompetenz und Spitzenmedizin in unseren Regionen.“

Stand Donnerstagmittag wurden in den NÖ Spitälern bisher 570 an Covid-19 erkrankte Personen behandelt, jeder Vierte davon in Neunkirchen. Aktuell zählt man 58 Corona-Patienten – 13 sind es in Neunkirchen, wovon vier intensivmedizinisch betreut werden müssen. Dass Neunkirchen im Industrieviertel als Corona-Schwerpunktspital ausgewählt wurde (Mödling kam erst später dazu), sei der richtige Schritt gewesen, so Pernkopf: „Das allererste Spital war Melk, weil wir dort sehr schnell umrüsten konnten. Danach haben wir in jedem Viertel zunächst eine Klinik festgelegt. Das hat sich bewährt.“ Die aktuell zehn Schwerpunktstandorte werde man, wenn die Entwicklung der Zahlen so weitergehe, auf fünf verringern können. Für das Industrieviertel heißt das: Neunkirchen bleibt (vorerst), Mödling fällt weg.

Insgesamt wurden am Landesklinikum Neunkirchen Kapazitäten für bis zu 75 Corona-Patienten geschaffen, wovon 16 intensivmedizinisch betreut werden konnten. Laut Martin Uffmann, stellvertretender ärztlicher Direktor des Landesklinikums Neunkirchen, erreichte man am 7. April den Höhepunkt: Zu diesem Zeitpunkt zählte man 58 an Covid-19 erkrankte Patienten.