Aktion für mehr Sicherheit am Schulweg

Angebot des KfV soll Schüler auf mögliche Gefahren am Schulweg aufmerksam machen. In vier Bezirken sind Veranstaltungen geplant.

Nicole Frisch Erstellt am 14. November 2018 | 19:43
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PK Sicherheit am Schulweg - Leopoldsdorf
In der Volksschule Leopoldsdorf wurden die Aktionswochen für mehr Sicherheit am Schulweg präsentiert: VP-Bürgermeister Fritz Blasnek, Volksschuldirektorin Margit Rovetti, NÖ Landesschulrat Johann Heuras, VP-Landesrat Ludwig Schleritzko, Sabine Kaulich vom KfV, Pflichtschulinspektorin Elke Wimmer und Gottfried Macher von der Landespolizeidirektion NÖ.
Foto: Nicole Frisch

Tausende Schüler machen sich in Niederösterreich täglich auf den Schulweg. Dafür, dass sie sicher im Klassenzimmer ankommen, setzen sich seit mittlerweile zwanzig Jahren das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und das Land NÖ gemeinsam mit ihren Sicherheitspartnern ein. „Wir leisten Aufklärungsarbeit und arbeiten mit den Kindern intensiv draußen“, sagte Sabine Kaulich vom KfV im Zuge einer Pressekonferenz in Leopoldsdorf, bei der die heurigen NÖ-Aktionswochen zur Erhöhung der Sicherheit am Schulweg präsentiert wurden.

Insgesamt 30 Veranstaltungen und sieben Schwerpunktveranstaltungen werden im Zuge dieser Aktionswochen in den Bezirken Bruck, Wiener Neustadt Stadt, Horn und Zwettl stattfinden. Diese umfassen den Bereich der passiven Sicherheit als Mitfahrer, die richtige Sicherung in Pkw und Schulbus sowie die aktive Sicherheit bei Fußgängern, Rad- und Mopedfahrern. Darüber hinaus können Aktionen auch individuell an die jeweiligen Schulen angepasst werden. In den Klassenzimmern wird in puncto Verkehrserziehung bereits viel getan. „Aber das ist nicht genug“, hielt Bildungsdirektor Johann Heuras fest. Das Angebot von KfV und Land ergänzt die Verkehrserziehung in den Schulen.

Unfälle werden weniger

Einig ist man sich darin, dass die Schüler zu Selbstständigkeit erzogen werden sollen. „Die Lösung ist nicht, dass möglichst jeder sein Kind mit dem Auto vor das Klassenzimmer bringt“, so Heuras. Gottfried Macher von der Landespolizeidirektion NÖ empfiehlt, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern den Schulweg trainieren. „Wenn die Kinder den Weg kennen, dann gibt es auch weniger Probleme“, betonte Macher.

Im Jahr 2017 kamen in Niederösterreich 94 Schüler am Weg zur Schule zu Schaden. Im Vergleich zu den Vorjahren nehmen die Unfälle somit ab. Das Ziel der Aktionswochen ist es, die Zahl der Unfälle am Schulweg auch weiterhin zu senken. „Nur, wenn wir es schaffen, bei den Jüngsten anzusetzen, dann haben wir für die Zukunft gewonnen“, meinte Ludwig Schleritzko, VP-Landesrat für Finanzen und Mobilität.