Mahnwache für Moria-Flüchtlinge in Bruck. Verein „Unser Bruck hilft“ will am 20. Märzauf die Zustände im griechischen Asyl-Lager aufmerksam machen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 12. März 2021 (03:44)
Helga Longin und Sabine Sommerhuber bei einem ihre Hilfs-Aufenthalte in Moira.
privat

„Wegschauen ist keine Lösung“ – unter diesem Motto ruft der Verein „Unser Bruck hilft“ am Samstag, 20. März, zur Mahnwache für in europäischen Lagern gestrandete Flüchtlinge auf. „Seit Monaten stehen die Worte Moria, Kara Tepe oder Lipa in Bosnien als Synonyme für die unmenschliche Behandlung geflüchteter Menschen auf europäischem Boden“, hält Helga Longin fest. Die Bruckerin ist Vorstandsmitglied bei „Unser Bruck hilft“ und war selbst mehrmals als Katastrophenhelferin im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos.

Zuletzt berichtete sie im Zuge einer Kundgebung in Mödling von ihren Erlebnissen und den Zuständen vor Ort. So sei das Lager eine unbefestigte Zeltstadt, die im Herbst nach starken Regenfällen immer wieder überschwemmt wurde (die NÖN berichtete).

Sie wird ihre Eindrücke nun erneut schildern. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern fordert Longin drei konkrete Punkte:

  • Für eine humane Behandlung geflüchteter Menschen und gelebte christliche Mitmenschlichkeit.
  • Für faire Verfahren.
  • Für gelebte Werte der EU.

Die Mahnwache wird am Samstag von 17.30 bis 20 Uhr stattfinden. Darüber hinaus ist anschließend ein Protestcamp bis Sonntag, 10 Uhr angemeldet, bei dem Unterstützer die Nacht im (eigenen) Zelt am Hauptplatz verbringen können. Beide Veranstaltungen sind angemeldet. „Bitte FFP2-Maske mitbringen und den Mindestabstand einhalten. Ein Corona-Test vor der Versammlung ist nicht vorgeschrieben, wird aber empfohlen“, erklärt Longin.

Neben der Bruckerin wird bei der Mahnwache ihre Mitstreiterin Sabine Sommerhuber über ihre Erfahrungen berichten. Zudem haben sich die Nationalratsabgeordneten Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne) und Katharina Kucharowits (SPÖ) angekündigt und auch die Brucker Pfarrer Erich Waclawski und Jan Magyar werden dabei sein.