Gemeinde nimmt Flüchtlinge auf

Erstellt am 18. März 2022 | 05:18
Lesezeit: 2 Min
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Karl Zwierschitz, Ulli Holzmann, Gabriele Hofstadler, Hermine Steiner und Johann Tatzber wollen Flüchtlingen aus der Ukraine helfen. 
Foto: Nicole Frisch
20 Menschen aus der Ukraine sind bereits in Quartieren in Sommerein.
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„Es kann nur funktionieren, wenn wir das gemeinsam machen“, betonte Bürgermeister Karl Zwierschitz (SPÖ) bei der Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsaufnahme. Anfang der Woche waren bereits 20 Geflüchtete aus der Ukraine in der Marktgemeinde angekommen, für bis zu 50 Personen stehen Quartiere zur Verfügung. Die Gemeinde hat bereits drei leerstehende Gemeindewohnungen hergerichtet, auch Privatpersonen stellen Wohnraum zur Verfügung. 

Mit der Unterbringung von Flüchtlingen gehen auch verschiedene Aufgaben einher. Dafür wurden sechs Arbeitsgruppen eingerichtet. Die Steuerungsgruppe setzt sich aus Bürgermeister, Vizebürgermeister und Johann Tatzber zusammen und übernimmt die Koordination.

Die Verwaltungsaufgaben werden vom Gemeindeamt übernommen. In den übrigen vier Gruppen setzt die Gemeinde auf die Zivilgesellschaft. Diese ist für die Beschaffung von Wohnungen, die Versorgung, die Gestaltung von Freizeitaktivitäten und die Verwaltung von Spendengeldern zuständig. Ein Spendenkonto ist bereits eingerichtet. 

Es muss kein 4-Sterne-Hotel sein

Die Informationsveranstaltung hat gezeigt, dass das Interesse an der Aufnahme von Flüchtlingen groß ist. Viele haben sich erkundigt, wie auch sie mithelfen können. „Es war ein recht guter Zuspruch“, so Zwierschitz. Groß ist aber auch der Bedarf an Wohnraum. „Jeden Tag kommen neue Anfragen“, lässt Gabriele Hofstadler, die die Wohnungsgruppe koordiniert, wissen.

Tatzber, der Land und Menschen aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit gut kennt, richtete daher eine Bitte an die Sommereiner: „Bitte habt ein Herz und stellt Quartiere zur Verfügung. Es muss kein 4-Sterne-Hotel sein.“

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