Hündin leidet an Tropenkrankheit. Ausgelöst wurde Krankheit durch „Braune Hundezecke“, die sich zunehmend nun auch in unseren Breiten ansiedelt.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 01. August 2019 (04:28)
Die Hündin Lea leidet an einer Tropenkrankheit. Mittlerweile befindet sie sich am Weg der Besserung.
privat

Fieber, Erbrechen, Atemnot oder auch eine Schwellung der Lymphknoten sind nur ein paar der möglichen Symptome der sogenannten Ehrlichiose, einer Tropenkrankheit. Unter dieser leidet seit kurzem die Sommereiner Hündin „Lea“.

Übertragen wird diese Krankheit von einer sogenannten Braunen Hundezecke. Diese Zeckenart ist vor allem in Nordafrika und Südeuropa heimisch. Aufgrund des Klimawandels, aber auch wegen des verstärkten Transports von Tieren aus dem Osten oder Süden, hat sich die Braune Hundezecke auch hierzulande niedergelassen. Dass sich die Zeckenpopulation verändert, ist laut der Sommereiner Tierärztin Bettina May bereits bekannt. Dasselbe gilt auch für die Tropenkrankheiten, die diese Tiere übertragen. „Frühzeitig erkannt machen sie dank passender Antibiotika keine größeren Probleme. Nicht erkannt können sie tödlich sein“, betont May.

Hündin befindet sich am Weg der Besserung

Bei Hündin „Lea“ wurde die Krankheit rechtzeitig festgestellt. Seit zwei Wochen wird sie mit Antibiotika therapiert. „Sie befindet sich bereits am Weg der Besserung“, lässt ihre Besitzerin wissen.

Die Braune Hundezecke ist das gesamte Jahr aktiv. „Friert man sie über vier Wochen bei minus 30 Grad ein, holt sie heraus und haucht sie an, dann beginnen sie sofort zu krabbeln“, schildert May. Tiere können sich daher auch das ganze Jahr über anstecken. „Das gesamte Jahr durch gute Zeckenmittel verwenden“, rät daher die Sommereiner Tierärztin.