Schäden in Siedlung: „Kanal ist es nicht“. Woher die Schäden kommen, bleibt weiterhin unklar. Der Kanal konnte kürzlich als Ursache ausgeschlossen werden.

Von Theresa Puchegger. Erstellt am 02. März 2019 (04:37)
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In den Gassen der nordöstlichen Siedlung treten vermehrt Schäden an den Gebäuden auf.
Garherr

Auf der Suche nach der Ursache für die Setzungsschäden in der Siedlung am nordöstlichen Ortsrand konnte kürzlich ein weiterer möglicher Auslöser ausgeschlossen werden. „Der Kanal ist es nicht“, verkündete SP-Bürgermeister Karl Zwierschitz bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Eine Kanalbefahrung habe keinerlei Schäden aufgezeigt. „Der Kanal ist in einem Top-Zustand“, resümierte Zwierschitz daher zufrieden.

Eine Lösung für die Setzungsschäden, die durch eine Bewegung des Bodens entstehen, gibt es damit aber weiter nicht. Es gelte nun, andere mögliche Ursachen auszuschließen. „Vielleicht wissen wir irgendwann, was es ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt“, betonte Zwierschitz, der die Setzungsschäden als eines der herausforderndsten Probleme seiner Amtszeit bezeichnet.

"Das ist wieder ein Versuch, der Lösung näherzukommen"

Nächste Woche soll mit Kernbohrungen in der Siedlung begonnen werden, die Rückschlüsse auf mögliche Ursachen liefern sollen. Außerdem wurden in der Sitzung auch Ausgaben in Höhe von rund 14.000 Euro für die Analyse von Satellitendaten durch die Geologische Bundesanstalt beschlossen. Diese sollte bis Mai erledigt sein.

Dabei werden Satellitenbilder des betroffenen Gebietes, die von 2016 bis 2018 aufgenommen wurden, exakt ausgewertet. Diese dokumentieren Hebungen und Senkungen des Bodens – und sollen in weiterer Folge zeigen, ob die Witterung, also etwa Regen oder Trockenheit, bei der Entstehung der Schäden eine Rolle spielt. „Das ist wieder ein Versuch, der Lösung näherzukommen“, sagt Bürgermeister Zwierschitz.