Setzungen: Bausperre steht vor Aufhebung. Im Bauverfahren werden Auflagen vorgeschrieben. Der neu gewählte Gemeinderat entscheidet in seiner ersten Sitzung darüber.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 16. Februar 2020 (05:54)
Die Bausperre könnte bald aufgehoben werden.
Ines Garherr

Seit Bekanntwerden der Setzungsschäden in der nordöstlichen Siedlung besteht für die noch unbebauten Grundstücke eine Bausperre. Diese könnte aber bereits in der ersten Sitzung des neu gewählten Gemeinderats aufgehoben werden, so SP-Bürgermeister Karl Zwierschitz.

Parallel zu den wissenschaftlichen Untersuchungen in dem betroffenen Gebiet hat die Marktgemeinde selbst ein Bodengutachten um 19.000 Euro in Auftrag gegeben. „Unter gewissen Voraussetzungen kann gebaut werden“, hält Zwierschitz im Gespräch mit der NÖN fest. Unter anderem werden ein Stahlbeton-Keller, die Miteinbeziehung eines Statikers oder das Vermeiden von Niveauunterschieden Bedingung für künftige Bauvorhaben sein. „Das ist eigentlich nichts Dramatisches. Wenn man nach dem Stand der Technik baut, macht man das heute ohnehin so“, sagt Zwierschitz. Im Fall der unbebauten Grundstücke wird dies nun explizit im Bauverfahren vorgeschrieben.

Weiter unklar ist, ob diese Schäden als Katastrophe eingestuft werden. Vonseiten der Marktgemeinde wurde daher um einen Termin beim Land NÖ angesucht. „Die Gutachten werden geprüft, dann wird besprochen, ob die Leute finanzielle Mittel bekommen“, erklärt Zwierschitz.

Verantwortlich für die Bodenbewegungen ist ein natürlicher Prozess. Spezielle Materialien im Boden, sogenannte Smektite, lösen bei Befeuchtung Hebungs- und bei Austrocknung Setzungsvorgänge aus.