Brucker Tierheim stößt an Kapazitätsgrenzen

Erstellt am 10. August 2022 | 04:22
Lesezeit: 3 Min
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Derzeit werden überdurchschnittlich viele Katzen und Katzenbabys im Tierheim betreut. Die Kosten und die Teuerung belasten das Budget.
Foto: Tierheim Bruck
72 Katzen werden derzeit versorgt. Teuerung wirkt sich ebenfalls aus.
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Viel mehr geht nicht. Das Brucker Tierheim kann bald keine neuen Tiere mehr aufnehmen. „Aktuell leben 72 Katzen im Tierheim Bruck“, so Tierheim-Obfrau Anna Zwettler. Dabei handelt es sich sowohl um erwachsene Tiere als auch um zahlreiche Katzenbabys.

Zusätzlich betreut das Tierheim-Team mehrere Streunerkatzenprojekte unter anderem in Bruck, Höflein, Göttlesbrunn und Sommerein. „Die Katzen werden von uns gesichert, kastriert und medizinisch versorgt und wieder bei einer betreuten Futterstelle ausgewildert“, erklärt Zwettler das Prozedere.

Aus Enzersdorf, Rauchwarth und Velm hat das Tierheim in den vergangenen Wochen zudem etliche Streunerkätzchen aufgenommen. „Vor allem die Versorgung und das Gesundpflegen der Streunerkitten kostet sehr viel Zeit und Geld. Streunerkitten sind sehr oft krank und die Behandlung von ansteckenden Infektionskrankheiten wie etwa Giardien ist sehr kostenintensiv“, erklärt Zwttler auch, warum viele der Katzenbabys derzeit noch nicht vermittelt werden können. „Sie müssen erst gesund werden“, so Zwettler.

Besonders viel Zeit fließt derzeit auch in die Pflege der Katzenbaby-Geschwister Hugin und Munin. Die beiden wurden in einem Garten gefunden, da waren sie erst ein paar Stunden alt. Sie werden auf einer Pflegestelle von Hand aufgezogen und müssen alle zwei bis drei Stunden gefüttert werden. Mittlerweile sind sie drei Wochen alt. „Die Handaufzucht knabbert zusätzlich an unseren Ressourcen“, so Zwettler.

Herdenschutzhund in Hainburg gesichert

Doch auch bei den Hunden war es zuletzt alles andere als entspannt. Erst vor einer Woche musste ein etwa ein bis zwei Jahre alter Herdenschutzhund in Hainburg gesichert werden. Die Polizei hatte den Tierschutzverein verständigt, der sofort mit Verhaltenstiermedizinerin Andrea Feist, die zufällig gerade im Tierheim war, ausrückte.

Gemeinsam mit Verhaltenstierärztin Ursula Eybel schafften es das Tierheim-Team, das Vertrauen des ängstlichen Hundes zu gewinnen und ihn nach über vier Stunden ins Tierheim zu bringen. Der ungechipte und unkastrierte Rüde wird nun liebevoll „Baby“ genannt.

Damit ist aber das Tierheim derzeit ausgelastet. „Unsere Kapazitäten sind so gut wie erreicht. Die allgemeine Teuerung merken auch wir, vor allem beim Futter und den Medikamentenkosten. Wir freuen uns daher sehr über Futterspenden (Carny Kitten Huhn und Royal Canin Mother and Kitten) und sehr über Geldspenden unter dem Betreff ,Sommerkätzchen 2022‘“, appelliert Zwettler an Tierfreunde.

Das Tierheim-Konto lautet auf den IBAN AT66 2021 6249 1468 2900.

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