Teststraßen im Bezirk Bruck erleben wahren Ansturm. Über 4.000 Personen nutzten in der ersten Woche die Corona-Teststandorte im Bezirk. Immer mehr Gemeinden machen mit.

Von Gerald Burggraf, Otto Havelka, Josef Rittler, Susanne Müller und Max Stepan. Erstellt am 03. Februar 2021 (05:13)
Am Brucker Teststandort im Rathaus ließen sich in der ersten Woche über 1.000 Menschen testen.
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Nach zwei Runden an Corona-Massentests im Dezember und Jänner stehen seit der Vorwoche in mehreren Gemeinden des Bezirks fixe Teststraßen zur Verfügung. Waren anfangs acht Gemeinden an Bord, sind es mittlerweile bereits zehn (siehe Infobox links). Die Tests sind ebenso wie die Massentests gratis, einzig eine Anmeldung auf www.testung.at ist notwendig.

In der ersten Woche konnten die Gemeinden bereits einen wahren Run auf die jeweiligen Standorte verzeichnen. Mehr als 4.000 Personen ließen sich in an den sieben bereits offenen Standorten testen. In Bruck und Schwechat dürften es rund 1.200 beziehungsweise etwa 1.000 Testwillige gewesen sein.

Himberg zählte rund 560, Hainburg gar 630. In den kleineren Gemeinden wie Götzendorf und Höflein waren es noch rund 300 Testungen, in Moosbrunn zählte man in Woche eins 91 Personen. Positive Fälle waren in Summe bisher die Ausnahme und kamen nur vereinzelt vor, die meisten wohl in Bruck. In Schwechat und Hainburg war es je ein Getesteter.

Aufgrund des regen Interesses haben die Gemeinden reagiert. So kamen in Schwechat allein am Samstag rund 500 Testwillige, daher wurde eine zweite Straße in der Felmayerscheune eingerichtet. Bis auf Weiteres sollen die zwei Testlinien beibehalten werden. Für die Organisation und die begleitende Kommunikation gab es auch viel Lob, berichtet Stadt-Pressesprecher Dejan Mladenov erfreut.

Lange Warteschlangen am ersten Test-Tag

Vor dem Himberger Barbara-heim reichte die Warteschlange in der ersten Stunde am Mittwoch sogar fast bis zur Kirche. Alleine am Premierentag gab es 210 Testungen. „Der starke Zuspruch beweist, dass die Errichtung einer Teststraße in unserer Gemeinde eine gute Entscheidung für die Bevölkerung war“, erläutert Bürgermeister Ernst Wendl (SPÖ).

In Hainburg gibt es ab dieser Woche aufgrund des Zustroms drei statt einer Teststraße im Jugendheim Kaplan Herzlik. Die Getesteten kommen an allen Standorten nicht nur aus der eigenen Gemeinden, sondern aus der ganzen Region. Zudem lässt sich dort das Betreuungspersonal aus Kindergärten, Hort und Schulen testen. Und auch immer mehr Firmen schicken ihre Mitarbeiter zu den Teststraßen.

In Bruck waren es von Anfang an drei Teststraßen im Rathaus. Dennoch reichten die Warteschlangen zum Teil über den ganzen Hauptplatz bis in die Burgenlandstraße zurück. „Wir sind regelrecht überrannt worden“, erzählt SP-Bürgermeister Gerhard Weil. Er plädiert dafür, dass an der Logistik im Hintergrund noch gearbeitet wird, etwa, dass man bei der Anmeldung einen Teststandort auswählen muss. „Es sind etliche dabei, die sich gar nicht anmelden. Das erhöht natürlich den administrativen Aufwand vor Ort. Es dauert dann länger und man braucht mehr Freiwillige“, so Weil.

In Moosbrunn wird nur am Mittwoch getestet, doch auch hier kamen in der ersten Woche 91 Personen. Vor allem zu Beginn ab 17 Uhr gab es einen großen Andrang. Deshalb empfiehlt Bürgermeister Paul Frühling (ÖVP) künftig auch die zweite Stunde ab 18 Uhr zu nützen. „Hier war der Andrang etwas geringer“, erläutert er.

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