Hainburg: Waffennarr löste Cobra-Einsatz aus. Ein 44-Jähriger soll Schreckschusspistole auf Kontrahenten gerichtet haben. Polizei fand etliche Waffen in Wohnung.

Von Josef Rittler. Erstellt am 29. Juli 2020 (05:57)
Der 44-Jährige feuerte eine Schreckschuss-Pistole ab. In seiner Wohnung fand die Polizei aber eine Reihe von illegalen Waffen.
APA (Techt)

Ein außer Kontrolle geratener Streit führte vergangene Woche in der Babenbergerstraße zu einem Einsatz des Sonderneinsatzkommandos Cobra.

Laut NÖ Landespolizeidirektion waren ein 44-jähriger Österreicher mit georgischen Wurzeln und ein 26-jähriger in einer Wohnung in Streit geraten. Der Grund für die Auseinandersetzung ist noch unklar. Der Streit eskalierte, der 44-Jährige soll eine Schusswaffe gezückt und damit mehrere Schüsse abgegeben haben. Der 26-Jährige blieb glücklicherweise unverletzt, es hatte sich nur um eine Schreckschusspistole gehandelt.

Verdächtiger stellte sich erst am nächsten Tag

Über den Notruf wurde die Polizei Hainburg verständigt, weiters wurde die Cobra hinzugezogen. Die Polizisten brachen die Wohnungstür auf, der rabiate Mieter war allerdings nicht mehr anzutreffen.

Laut Polizei wurden bei einer Durchsuchung der Räume einige Waffen, Attrappen Schreckschusswaffen und Munitionsteile gefunden. Gegen den 44-Jährigen bestand schon vor dem Streit ein aufrechtes Waffenverbot.

Der Verdächtige stellte sich am nächsten Tag auf der Polizeiinspektion Hainburg. Er wurde wegen der Delikte der gefährlichen Drohung und des Verstoßes gegen das Waffenverbot angezeigt und in die Justizanstalt Korneuburg gebracht. Die Erhebungen zum genauen Hergang und Hintergrund des Vorfalles sind noch im Laufen.