Jugend identifiziert sich kaum mit Stadt. In den Ergebnissen einer Umfrage unter Mannersdorfer Jugendlichen sieht die Stadtgemeinde nun Handlungsbedarf.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 28. April 2019 (05:39)

Viele Mannersdorfer Jugendlichen können sich mit der Stadtgemeinde und der Gemeindepolitik nicht wirklich identifizieren. Das ergab eine Umfrage, die im vergangenen Jahr von 45 Studierenden der Fachhochschule Burgenland erhoben wurde. Vor kurzem wurde diese von Projektleiterin Manuela Brandstätter vor dem Gemeinderat und Vertretern der Vereine präsentiert.

Im Zentrum der Umfrage standen Fragen danach, wie es den Jugendlichen in der Stadtgemeinde gefällt und was sie gerne verändern würden. Die Stadtgemeinde gab die Umfrage in Auftrag, die Finanzierung übernahm das Römerland Carnuntum.

Wir nehmen die Ergebnisse zum Anlass, um Maßnahmen für die Zukunft zu setzen.“Marion Pitschmann, LIM Jugendgemeinderätin

Zur Beantwortung dieser Fragen versuchten die Studierenden mit Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren in Kontakt zu kommen. Dafür suchten sie diverse Hotspots wie den Funcourt oder das Jugendzentrum sowie Vereine, die mit Jugendlichen zu tun haben, auf. Zudem wurden Gespräche mit Polizei, Stadtführung und Opposition geführt.

„Viel Kritik kam von den Jugendlichen nicht“, fasst LIM-Jugendgemeinderätin Marion Pitschmann die Studienergebnisse zusammen. Vandalismusakte sowie zurückgelassener Abfall in Parks und beim Funcourt wurden von den Jugendlichen selbst bemängelt.

Die Umfrageergebnisse will die Gemeinde ernst nehmen. „Wir nehmen die Ergebnisse zum Anlass, um Maßnahmen für die Zukunft zu setzen“, betont Pitschmann. Besonderer Handlungsbedarf wird darin gesehen, dass sich die Jugendlichen kaum mit der Gemeinde identifizieren. Das Ziel ist, diese künftig mehr einzubinden.