Bruckmühler stirbt bei Besuch in Bruck. Karl Kummert, der langjährige Obmann des bayrischen Partnerschaftsvereins, erlebte die Feier zum Jubiläum nicht.

Von Susanne Müller. Erstellt am 16. September 2014 (17:03)
Karl Kummert, Obmann des Bruckmühler Partnerschaftsvereins, starb am 7. September.
NOEN, NÖN

Die Partnerschaft mit Bruck war Karl Kummert seit ihrem Bestehen ein Herzensanliegen. Die Feierlichkeiten zum 40-Jahr-Jubiläum Ende September in Bruckmühl, zu denen etliche Brucker in die Partnergemeinde fahren werden, waren auch der Grund für seinen kürzlichen Besuch in Bruck. Er hatte beim Weingut Schmidt Wein für das Partnerschaftsfest bestellt, den er nun abholen wollte. Doch dazu kam es nicht mehr.

Als er am Freitagabend der Vorwoche in Bruck ankam, traf er gleich auf einige bekannte Gesichter, plauderte ein wenig und zog sich dann nach der langen Fahrt in sein Zimmer im Hotel Rumpler zurück. Als seine Frau ihn am nächsten Tag nicht erreichen konnte, schlug sie letztendlich bei Hannelore Döringer, Brucker Obfrau des Partnerschaftsvereins, Alarm. Sie fand den 84-Jährigen in seinem Hotelzimmer. Er war in der Nacht verstorben.

40-Jahr-Feier findet trotzdem statt

„Für den Verein war er in Bruck und er ist auch dort gestorben“, ist Hannelore Döringer tief betroffen. Kummerts Frau, seine Tochter und der Schwiegersohn machten sich daraufhin sofort auf den Weg nach Bruck. „Wir haben dann die nötigen Wege mit ihnen zusammen gemacht“, erzählt Döringer.

Am vergangenen Wochenende fand in Bruckmühl die Beerdigung statt, im Beisein von Christian und Manfred Vymetal, sowie Hannelore und Heinz Döringer, die im Namen der Brucker Bühne und des Brucker Partnerschaftsvereins von ihrem langjährigen Freund Abschied nahmen. Die 40-Jahr-Feier in Bruckmühl wird dennoch wie vorgesehen stattfinden. „Das wäre auch im Sinne von Karl Kummert gewesen“, ist Döringer überzeugt.