Wechsel an FP-Spitze: Wukits übernimmt

Erstellt am 19. Oktober 2018 | 05:05
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7401182_gre42rm_traut_wukits_keprt.jpg
FP-Bezirks-Vizeparteiobmann Markus Keprt unterstützt die neue Obfrau Annemarie Wukits.
Foto: Garherr
Annemarie Wukits will Menschen zum Mitmachen motivieren. Der ehemalige Obmann Herbert Schnitzer übt Kritik.
Werbung

Seit Kurzem hat die FPÖ im Ort eine neue Obfrau. Annemarie Wukits, laut eigenen Angaben bereits seit den Anfängen in der Ortsgruppe aktiv, hat die Führung von Obmann und Gemeinderat Herbert Schnitzer übernommen.

440_0008_7401175_gre42rm_traut_portrait_schnitzer_1sp.jpg
Herbert Schnitzer trat aufgrund der Belastung durch den Job und die Tätigkeit als Sportvereins-Obmann zurück.
Foto: Burggraf

„Ich hatte leider keine Zeit mehr dafür“, erklärt Schnitzer. Sein Job am Flughafen, aber auch die Tätigkeit als Obmann des Sportclubs Sarasdorf-Trautmannsdorf würden ihn fordern. Schnitzer war seit zehn Jahren FP-Obmann und temporär sogar Bezirksparteiobmann-Stellvertreter. Zuvor engagierte er sich als Obmann und Gemeinderat der SPÖ Trautmannsdorf.

Laut FP-Bezirks-Vizeparteiobmann Markus Keprt ist die Trautmannsdorferin, die als Sachbearbeiterin im Verteidigungsministerium tätig ist, aufgrund ihres Engagements die richtige Nachfolgerin. Auch wolle man Frauen in der FPÖ fördern.

"Dafür hätte man sich Zeit schaffen können"

Wukits selbst hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Leute zu motivieren, „in unserer Gruppe mitzuarbeiten“. Wahrscheinlich werde sie die Partei in die nächste Gemeinderatswahl führen, so die Obfrau. Schnitzer will nur noch während dieser Amtsperiode im Gemeinderat bleiben. Keprt bedankte sich bei Schnitzer. Er schätze das Fachwissen der beiden FP-Gemeinderäte.

Schnitzer selbst war bei der Wahl der Obfrau nicht anwesend. Der Grund dafür sei seine Schichtarbeit am Flughafen: „Ich weiß einen Monat zuvor nicht, ob ich an einem Termin Zeit habe.“ Er kritisiert, dass der Termin von der Landespartei bekannt gegeben und nicht mit den Parteimitgliedern abgesprochen worden sei. Außerdem seien wenige Personen bei der Wahl anwesend gewesen. Keprt zufolge waren circa sieben Personen anwesend, die Sitzung sei um eine halbe Stunde „vertagt“ worden, schließlich sei man aber beschlussfähig gewesen. Außerdem: „Der Termin war einen Monat zuvor bekannt, dafür hätte man sich Zeit schaffen können.“

Der ehemalige Obmann hätte sich Gemeinderat Michael Gattinger, den Sohn von Wukits, als Nachfolger gewünscht, um zu verhindern, dass noch ein Familienmitglied eine Funktion übernimmt und so die Partei „zum Familienbetrieb“ wird. Das wollten Wukits und Keprt nicht kommentieren.

Werbung