Trotz Corona: Freiwillige im Einsatz in der Donau-Au. Bedingt durch die Pandemie konnten heuer weniger Teams ehrenamtliche Arbeit im Nationalpark Donau-Auen leisten. Dennoch gab es einige Projekte mit Mehrwert für Flora und Fauna.

Von Josef Rittler. Erstellt am 06. November 2020 (18:33)
Auch Mitglieder des Alpenvereins waren für die Natur in den Donau-Auen im Einsatz.
Weixelbraun

Der Nationalpark Donau-Auen kann in seiner Naturschutzarbeit traditionell seit vielen Jahren auf Unterstützung durch Freiwillige von Vereinen, Gruppierungen sowie Betrieben zählen. Heuer mussten viele Aktivitäten wegen der Corona-Ausnahmesituation abgesagt werden, da größere Gruppen nicht zusammenkommen sollten. Dennoch waren einzelne Aktionen in Kleingruppen und unter Wahrung der Sicherheitsvorgaben möglich. 

Die Junior-Ranger pflanzten Schwarzpappeln am Nationalfeiertag.
Weixelbraun

Betreut wurden die Einsätze von Nationalpark-Mitarbeiter Ronald Hillerbrand: „Wir konnten heuer zwei Schul-Teams aus der AHS Haizingergasse Wien sowie der NMS Orth/Donau begrüßen, die angeschwemmten Müll am Donauufer gesammelt haben. Auch der Alpenverein schickte wieder Mitglieder für die laufende Pflege der Lebensräume der Schlangen und Eidechsen auf der Ruine Rötelstein bei Hainburg.“ Unterstützung leistete auch die Donau-Versicherung, gleich dreimal rückten Delegationen des Unternehmens aus, um ganze Gebiete von Müll zu säubern.

Teams der Donau-Versicherung räumten trotz Corona im Nationalpark kräftig auf.
Nationalpark/privat

Ergänzt wurden die Aktivitäten in diesem besonderen Jahr durch einige Jugendliche des Freiwilligenprogramms SCI, die mehrere Tage im Nationalpark Donau-Auen verbrachten um mitzuarbeiten (der Service Civil International definiert sich als weltweit eine der ältesten und größten Organisationen im Bereich der Freiwilligenarbeit). Die Donau-Auen Junior Ranger pflanzten am Nationalfeiertag, 26. Oktober, junge Schwarzpappeln in der Petroneller Au. "Das Nationalparkteam bedankt sich bei allen herzlich für diese wertvolle Mitarbeit, die in Zukunft fortgeführt und wieder ausgebaut werden wird", sagt Nationalpark-Sprecherin Erika Dorn.