Algenplage sorgt für Unmut am Badeteich. Im Erholungsgebiet Au sorgen schleimige Algenteppiche für Diskussionen und Ärger unter den Anrainern.

Von Otto Havelka. Erstellt am 08. Juni 2017 (05:48)
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Algenteppich am Badesee Au vor rund zwei Wochen. Am vergangenen Wochenende war der Schlatz beim Augenschein der NÖN zwar etwas kleiner, betraf aber noch immer mehr als ein Dutzend Anrainer.
privat

Seit rund zwei Wochen hat gut ein Dutzend der insgesamt 89 Anrainer am Badeteich die Nase voll: Vor ihren Terrassen schwimmt ein schlatziger grüner Algenteppich, der ihnen den Sprung ins kühle Nass vergällt.

„Wir haben uns das Haus hier gekauft, um einen Badeplatz zu haben“, ärgert sich eine der Anrainerinnen, „und jetzt das.“ Abgesehen vom verhinderten Badevergnügen sei die Algenplage auch eine Wertverminderung der Häuser am Badeteich.

"Wir haben eben einen Natur-Badeteich"

Die Sache ist subtil: Die Häuser gehören den Bewohnern, die Grundstücke sind von der Gemeinde gepachtet. Die ist auch für den See zuständig, zu dem ausschließlich die Anrainer „kostenlos“ Zutritt haben. Der See selbst ist ein Naturteich, der durch drei Zuflüsse gespeist wird. Der Obmann des Siedlervereins, Karl Gruber, sieht die Situation nicht so dramatisch: „Wir haben eben einen Natur-Badeteich.“ Je nach Witterung gehe die Algenblüte wieder vorbei. Die Wasserqualität im See sei jedenfalls in Ordnung.

Damit wollen sich die Anrainer am anderen Ende des Sees, wohin der Wind zumeist die Algen treibt, nicht begnügen. Sie wollen eine Erhebung der Ursachen für die immer wiederkehrende Algenplage.

Obmann Gruber schlägt die Installation einer Pumpe vor, die den Algenteppich absaugt. Dagegen verwehren sich die Anrainer, da Leitungen und Zutritt zur Pumpe über ihre Gründe erfolgen müsste.

Bürgermeister Herbert Mihaly (Zukunftsbündnis Mihaly) verweigerte eine Stellungnahme.