Mannersdorf: SP und VP lehnen Baumschutzverordnung ab. LIM-Umweltstadtrat Wilfried Duchkowitsch hat eine Baumschutzverordnung gefordert. SP und VP lehnen diese ab.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 26. Juni 2020 (05:10)
Mit der Baumschutzverordnung hätten Bäume auf öffentlichen Flächen wie auf dem Spielplatz nur nach Rücksprache mit Experten gefällt werden können. 
: Frisch

Rund 1.200 Bäume befinden sich auf öffentlichen Flächen im Gemeindegebiet, 70 Prozent davon sind bereits über 20 Jahre alt. Zu deren Erhalt und Schutz hat LIM-Umweltstadtrat Wilfried Duchkowitsch nun eine Baumschutzverordnung vorgeschlagen. Artenvielfalt, örtliches Kleinklima sowie eine gesunde Wohnumwelt sollen so erhalten bleiben.  „In der Verordnung würde zum Beispiel ein Punkt festlegen, dass Bäume nur dann umgeschnitten werden dürfen, wenn eine fachlich geeignete Person die Notwendigkeit bestätigt“, erklärt Duchkowitsch. Sein Vorschlag umfasst auch die Erneuerung des Baumkatasters. 

Der Umweltausschuss hat sich bereits mit diesem Thema auseinandergesetzt. In der Stadtratsitzung Montagnachmittag wurde beschlossen, dass lediglich über den Baumkataster sowie Baumpflege in der nächsten Gemeinderatssitzung diskutiert wird. „Wir wollen nicht reglementieren, dass wir bei jeder Maßnahme einen Gemeinderatsbeschluss brauchen“, erklärt VP-Vizebürgermeister Rudolf Ackerl die Ablehnung der Baumschutzverordnung. Er verweist weiters darauf, dass der Baumkataster eigentlich ins Infrastrukturressort gehöre. „Im Baumkataster wird alles dokumentiert, das genügt“, ergänzt SP-Stadtchef Gerhard David.

Duchkowitsch findet diese Entscheidung von SP und VP „schade“, da es erst vor kurzem zu „fragwürdigen Baumfällungen“ gekommen sei.  David widerspricht dem. Es würden lediglich kaputte Bäume gefällt.