Kaisersteinbruch: Hausmüll im Schutzgebiet entsorgt

Ein Berg Haushaltsmüll im Schutzgebiet lässt bei den Naturschützern die Alarmglocken schrillen.

Otto Havelka Erstellt am 13. Januar 2021 | 05:56
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Jüngst entdeckte Hausmülldeponie im Landschaftsschutzgebiet: Naturschutzorgane klagen über zunehmende Mistablagerungen auf Feldern und in Wäldern.
Foto: Schütz

Vor einer Woche erhielt SP-Umweltgemeinderat Bernhard Schütz unerfreuliche Nachricht vom Bezirksleiter der Naturschutzorgane:  Inmitten des zum Truppenübungsplatz (TÜPl)  gehörigen Landschaftsschutzgebietes sei eine illegale Hausmüll-Deponie entdeckt worden. Schütz machte sich in seiner Mittagspause auf den Weg und sammelte gemeinsam mit einem zufällig vorbeikommenden Trupp der Straßenmeisterei vier volle Säcke Unrat ein – 420 Liter Hausmüll von Bierflaschen über Plastiksackerl bis zu Stofffetzen.

„Leider arten solche Dinge immer mehr aus“, stöhnt Schütz. Entsorgung von Hausmüll auf Feldern und in Wäldern seien keine Einzelfälle mehr.

„Leider hab ich noch nie jemanden erwischt“, sagt Schütz, obwohl er als Naturschutzorgan des Landes „ständig im Gebiet unterwegs“ ist. Er will nun einen besonderen Schwerpunkt auf illegale Deponien legen. Dabei wird auch der Mist genau gesichtet, um etwa Hinweise auf die Verursacher zu finden. Im aktuellen Fall sind die Spuren spärlich. „Wir haben nur eine ungarische Telefonnummer gefunden“, so Schütz.