150.000 Euro für Leitsystem in Höflein. SPÖ und FPÖ kritisieren die hohen Kosten und tragen den Beschluss nicht mit.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 12. Dezember 2020 (02:13)
Beim Gemeindeamt wurde zu Ansichtszwecken ein Prototyp eines neuen Wegweisers aufgestellt. „Das ist aber nicht die finale Variante“, hält Vizebürgermeisterin Silvia Schäfer fest – hier im Bild mit Bürgermeister Otto Auer.
Gemeinde Höflein

Im letzten Jahr traf die Gemeinde die Entscheidung, dass die Beschilderung innerhalb der Ortschaft überarbeitet und optisch einheitlich gestaltet werden soll. Die Planungen für das neue Leitsystem erfolgten bereits in den letzten Monaten. Nun stand im Gemeinderat die Auftragsvergabe für die Ausführung auf der Tagesordnung. Die Opposition trug den Beschluss jedoch nicht mit.

Sowohl FPÖ als auch SPÖ kritisieren die Kosten. „Ich finde, dass es einfach zu teuer ist“, erklärt FP-Gemeinderat Mario Scholle gegenüber der NÖN, warum er dagegen gestimmt hat. Und auch der geschäftsführende SP-Gemeinderat Ernst Hinterecker erläutert: „Wir haben uns enthalten, weil wir bei der Vorplanung nicht dabei waren, weil das in der letzten Periode beschlossen wurde.“ Er verweist ebenfalls auf die Kosten als Kritikpunkt: „Die Kosten erscheinen uns sehr hoch.“

Laut VP-Bürgermeister Otto Auer belaufen sich die Gesamtkosten für Planung und Ausführung des neuen Leitsystems auf rund 150.000 Euro. „Das ist ein angemessener Preis“, befindet er, auch im Vergleich dazu, was andere Gemeinden für ähnliche Projekte gezahlt hätten. Weiters habe er vor, dass die Gemeinde selbst höchstens 80.000 Euro davon zahle, der Rest soll durch Förderungen sowie die Beiträge der teilnehmenden Betriebe gedeckt sein. 

Ausgeschildert werden sollen beispielsweise öffentliche Einrichtungen, Vereine und Betriebe. Insgesamt 23 Gewerbebetriebe seien mit dabei, wie VP-Vizebürgermeisterin Silvia Schäfer erzählt: „Es gibt ein sehr großes Interesse, ich bin positiv überrascht.“