Carnuntum: "Welterbe ist wie ein Ritterschlag". Der Donaulimes schafft es auf die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO. Auch die Römerstadt Carnuntum jubelt.

Von Josef Rittler. Erstellt am 30. Juli 2021 (13:08)
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Das Heidentor ist das bekannteste Wahrzeichen der Römerstadt.
Josef Rittler

Der Donaulimes trägt ab sofort das Weltkulturerbe-Prädikat der UNESCO (die NÖN berichtete). Der gemeinsame Antrag Österreichs, Deutschlands und der Slowakei ist am Freitag bei der 44. Sitzung des zuständigen Komitees im chinesischen Fuzhou angenommen worden. Der österreichische Limes-Abschnitt liegt in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Wien.

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Markus Wachter, Geschäftsführer der Römerstadt Carnuntum, freut sich über die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste.
Atelier Olschinsky

Die Aufnahme versetzt auch die Römerstadt Carnuntum in Jubelstimmung. "Jetzt haben wir es endlich geschafft, nach zwanzig Jahren Anstrengung hat es endlich geklappt", freut sich Markus Wachter, Geschäftsführer der Römerstadt. "Es ist wie ein Ritterschlag, jetzt spielen wir in einer Liga wie Schönbrunn, Pompeji oder die Pyramiden von Gizeh". 

Die Aufnahme bedeute laut Wachter eine massive Unterstützung bei der Positionierung von Carnuntum als internationale Top-Destination im Tourismus. 

Carnuntum war vom 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. eine römische Weltstadt am Donaulimes. Durch die militärisch wichtige Lage zur Grenzsicherung und die Nähe zu großen Handelsrouten, entwickelte sich die antike Metropole zur Hauptstadt der Provinz Oberpannonien mit rund 50.000 Einwohnern. Die Römerstadt Carnuntum ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten nördlich der Alpen.