Pilot bei Flugzeugabsturz lebensgefährlich verletzt

Aktualisiert am 05. Juni 2022 | 16:19
Lesezeit: 2 Min
Dramatische Szenen am Spitzerberg: Unmittelbar nach dem Start ist am Sonntagnachmittag eine einmotorige Maschine am Flugplatz Spitzerberg abgestürzt.
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Unmittelbar nach dem Start ist am Sonntagnachmittag ein Flugzeug auf dem Flugfeld Spitzerberg abgestürzt. Der 74-jährige Pilot und seine mitfliegende 15-Jährige Stieftochter wurden bei dem Unglück schwer verletzt und mussten mit dem Rettungshubschrauber ins Spital geflogen werden.

Der 74-jährige war gegen 13.50 Uhr gestartet, hatte jedoch plötzlich die Kontrolle über das einmotorige Kleinflugzeug verloren. Die Supercub mit der Kennung OE-AER kippte nach vorne, bohrte sich mit der Front ins Erdreich und kam schließlich in einem 70-Grad-Winkel zu liegen, wie die Polizeidirektion NÖ berichtet. Das Flugzeug wurde schwer beschädigt, ging aber glücklicherweise nicht in Flammen auf, obwohl Treibstoff ausgeronnen war.

Der Pilot, ein Kinderarzt und ehemaliger Universitätsprofessor, und die 15-Jährige erlitten jeweils mehrere Knochenbrüche, das Mädchen auch ein Schädel-Hirn-Trauma. Die Ehefrau des Piloten und Mutter der 15-Jährigen, und andere Zeugen hatten den Unfall beobachtet und eilten zu Hilfe.

„Betriebsleiter Martin Peinkopf hat sofort alles Notwendige zur Rettung der Verletzten in die Wege geleitet, mit Josef Schoderitz, einem Piloten und Feuerwehrmann, und Robert Terp, Flieger und TÜV-Sachverständiger, waren sachkundige Helfer gleich zur Stelle“, berichtet Rudolf Wenighofer, Obmann des Flugsportzentrums Spitzerberg.

Die Rettungskette und die Absicherung durch die Polize hätten einwandfrei funktioniert. Eine weitere Augenzeugin, der Aussprache nach deutsche Staatsbürgerin, habe laut Wenighofer der verletzten jungen Mitfliegerin erste Hilfe geleistet und sie noch bis zum Eintreffen von Rotem Kreuz und Notarztteam Hainburg betreut.

Die Feuerwehr Prellenkirchen half bei der Bergung des Flugzeugwracks, dieses wurde in einem Hangar abgestellt. Die Unfallursache wird nun durch Experten der Austrocontrol untersucht.

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