Hilfe in schwierigen Lebenssituationen vom Roten Kreuz. Beim Roten Kreuz Bruck sind die vier Mitarbeiter der Sozialbegleitung auch in Zeiten der Coronakrise für Hilfesuchende da.

Von Susanne Müller. Erstellt am 02. Mai 2020 (05:24)
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Martin Hitzinger leitet die Sozialbegleitung im Roten Kreuz Bruck.
Rotes Kreuz

Seit Ende 2015 gibt es beim Brucker Roten Kreuz das Angebot der Sozialbegleitung. Vier ausgebildete Mitarbeiter wollen unter der Leitung von Martin Hitzinger hierbei Hilfe zur Selbsthilfe begeben. „Wir wollen nachhaltig dabei helfen, dass unsere Klienten ihre Probleme Step by Step eigenständig in den Griff bekommen“, erklärt Hitzinger im Gespräch mit der NÖN.

Mittlerweile sind es gut 25 Personen, die die Sozialbegleitung über mehrere Monate begleitet hat. „Bei denen konnten wir wirklich etwas bewegen“, ist Hitzinger froh über die Erfolge. Darüber habe es freilich noch viele gegeben, bei denen es sich lediglich um ein Telefonat gehandelt habe. Die Betreuungsfelder sind dabei vielfältig. Manche Klienten seien überschuldet. Da versuche die Sozialbegleitung, auf mehreren Ebenen anzusetzen, vom Bemühen um eine Mietreduktion bis hin zur Vermittlung von Behördengesprächen. „Wir versuchen, die Sache gesamtheitlich anzugehen. Machen muss es der Klient selber, das schafft auch wieder Vertrauen in sich selbst“, weiß Hitzinger. „Wir hatten aber auch schon den Fall, dass Eltern gesagt haben, ihre Kinder sind so schwach in der Schule“, erzählt Hitzinger, wie breit das Spektrum ist, bei dem Hilfe angeboten wird. Im konkreten Fall habe man eine Nachhilfe für die Kinder direkt beim Roten Kreuz organisiert.

Doch auch für die Sozialbegleitung ist die derzeitige Zeit eine schwierige. Die monatlichen Sprechstunden mussten etwa vorübergehend ausgesetzt werden, sollen aber voraussichtlich mit Juni wieder jeden ersten Samstag im Monat von 15.30 bis 16.30 Uhr im Tafelraum des Roten Kreuzes starten. Ansonsten ist die Sozialbegleitung auch in der Coronakrise für ihre Klienten da. „Eine Begleitung ist derzeit telefonisch auf jeden Fall möglich. Wenn wirklich eine Spontanhilfe nötig ist, dann können wir uns mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen auch in einem Raum in der Bezirksstelle treffen“, so Hitzinger. Dort sei man nur zu zweit im Raum, also sei sowohl der Sicherheitsabstand gewährleistet, als auch die Persönlichkeit der Hilfesuchenden.