Paul Pagacs: "Das ist wie eine Friedhofschändung". Der ehemalige Hainburger Vizebürgermeister Paul Pagacs entdeckte als erster die Verwüstung der Gedenkstätte des Terroranschlages in Wien.

Von Josef Rittler. Erstellt am 07. Dezember 2020 (15:25)
Die Polizei wurde rasch informiert und untersuchte den Tatort.
privat

Der ehemalige Hainburger Vizebürgermeister Paul Pagacs war am Sonntag nach Wien gefahren, um einen guten Freund zu treffen, Hans Paul Reisinger, vor längerer Zeit Primar am Landesklinikum Hainburg. Der pensionierte Arzt ist der Vater von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger.

"Als wir durch die Innenstadt spazierten, wollte ich mir die Gedenkstätte des Terroranschlages vom 2. November ansehen", berichtet Pagacs. Bei dem islamistischen Amoklauf hatte der 20-jährige Kujtim F. vier Menschen getötet und 23 weitere zum Teil schwer verletzt.

Im Gedenken an die Opfer waren zahlreiche Lichter aufgestellt und Kränze abgelegt worden. In der Seitenstettengasse angekommen, sahen die beiden die verwüstete Gedenkort. "Wir haben Aufnahmen gemacht und sofort die Polizei informiert. Das ist in meinen Augen wie eine Friedhofschändung", sagt Pagacs.

"Haben die einen Vogel?" Paul Pagacs ist über die Schändung der Gedenkstätte entsetzt.
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Inzwischen wurde laut "Kronenzeitung" eine 56-jährige Verdächtige am Flughafen verhaftet. Die Frau soll zugegeben haben, an der Gedenkstätte Kerzen und Laub beiseite getreten zu haben.