Frühling im Bezirk: „Weg vom Schotter im Garten“

Ob naturnah, pflegeleicht oder nachhaltig: Der eigene Garten ist gerade jetzt ein idealer Erholungs- und Rückzugsort.

Erstellt am 31. März 2021 | 04:03
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Claus Pelzmann beim Vertikutieren des Rasens. Damit dieser kräftig wächst, sollte jetzt mit der Pflege begonnen werden.
Foto: privat, privat

Der Frühling hat im Bezirk Einzug gehalten und der Aufenthalt im Freien wird jetzt so richtig angenehm. Besonders in Zeiten der Pandemie und der bevorstehenden „Osterruhe“ wird der Garten zum idealen Rückzugsort. Die Pflege des eigenen Grüns rund ums Haus wird entweder selbst übernommen oder Fachfirmen anvertraut. Gerade bei der Anlage eines Gartens können Experten nicht nur die Schwerarbeit übernehmen, sondern zur Gestaltung mit hilfreichen Tipps beitragen

Ein Garten soll nicht nur schön aussehen, sondern kann einen wertvollen Beitrag zur  Versorgung mit frischem Obst und Gemüse liefern. Claus Pelzmann, Chef von „Gartenpflege und Obstbau Pelzmann“ aus Berg, ist beinahe ganzjährig in Sachen Grünraumgestaltung unterwegs. „Momentan schließen wir den letzten Obstbaumschnitt ab und sehen auch schon, wie sich die Knospen der Marillenbäume in einigen Tagen öffnen werden, und uns hoffentlich eine wunderschöne Marillenblüte bevorsteht“, erzählt Pelzmann.

Der Obstbaumschnitt sei in den Wintermonaten wichtig, um den Erhalt und Ertrag des Baumes zu festigen. „Derzeit werden auch die Rosen und Blütensträucher geschnitten. Wichtig ist dabei, auf Frühlingsblüher und Herbstblüher bei den Sträuchern zu achten.“ Gräser sollen ebenfalls rechtzeitig geschnitten werden, damit man nicht den frischen Trieb erwischt. Für das Setzen von Bäumen, Stauden und Sträuchern sei jetzt der richtige Zeitpunkt. „Damit man lange Freude daran hat, sollte man sich genau überlegen, wo man welche Pflanzen setzt“, sagt Pelzmann.

Ich hoffe, dass der Trend weg vom Schotterbeet zurück zur Natur geht.“ Claus Pelzmann, Experte für Gartenpflege

„Ein besonderer Hingucker ist der Dirndelstrauch, er dient als eine der ersten Nahrungsquellen für Bienen und Hummeln, die sicherlich in den nächsten Tagen eifrig unterwegs sein werden.“ Auch der Rasen benötige schon etwas Unterstützung. „Wir empfehlen, ein- bis zweimal den Rasen zu mähen, dann zu vertikutieren und anschließend zu düngen. So bekommt er viel Kraft.“ Als Fachmann könne er bei der Rasenpflege mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wer seinen Garten neu planen möchte, hat viele Möglichkeiten. „Die Trends im Garten sind ganz unterschiedlich. Dies geht vom pflegeleichten Garten bis hin zu nachhaltigen Gärten oder Waldgärten, einer Kombination aus Pflanzen und früchtetragenden Bäumen in einer waldähnlichen Gestaltung.“ Davon würden die Nützlinge profitieren. Seit 2020 sei wegen Corona das Interesse am eigenen Grün gewachsen. „Man verbringt mehr Zeit im eigenen Garten, deshalb sollte dieser eine Wohlfühloase sein“, berichtet Pelzmann. Gefragt seien derzeit Wasserstellen, von Vogeltränken und Brunnen bis hin zu Naturpools, die harmonisch im Garten eingebunden werden. „Sehr angesagt und für mich eine Herzensangelegenheit ist der Erhalt alter Obst- und Gemüsesorten.“

Indem man diese pflanze, könne zur Artenvielfalt beigetragen werden. „Ich hoffe sehr, dass der Trend vom Schotterbeet weg- und vermehrt wieder zu ,Natur im Garten' geht. Besonders bei abwechslungsreicher Bepflanzung mit Sträuchern oder Stauden kann man sich immer an etwas Neuem erfreuen. So wird es ein lebendiger Garten, der jeden Tag überrascht“, fasst Pelzmann zusammen. Über blühende Geschäfte freut sich auch Michaela Kopetzky, die Geschäftsführerin der gleichnamigen Gärtnerei in Wienerherberg.

Die Umsätze steigen, weil aufgrund der Corona-Pandemie die Menschen mehr Zeit für den eigenen Garten aufwenden. „Die Leute kaufen mehr, weil sie einen schönen Garten haben wollen“, freut sich Kopetzky. Balkonpflanzen, und da vor allem Pelargonien, sind sehr gefragt. Beim Gemüse sind nach wie vor die Klassiker gefragt: Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika und diverse Salate.

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