Mann schlug nach Match im Vollrausch auf Polizisten ein. Bei einem Fußballmatch seines Sohnes in Bruck hatte der 53-Jährige über den Durst getrunken. Am Heimweg verursachte er einen Unfall und randalierte. Vor Gericht zeigte er sich reuig.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 29. Oktober 2020 (08:41)
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Was gesellig bei einem Fußballspiel begann, endete mit einem Autounfall und einem verletzten Polizisten. Ein 53-jähriger Österreicher trank mit seinen Freunden während des Fußballspiels seines 18-jährigen Sohnes auf dem Sportplatz in Bruck; „fünf bis sechs Bier“ wie der Angeklagte vor Einzelrichter Manfred Hohenecker im Landesgericht Korneuburg angab.

Der Richter stellte jedoch in Abrede, dass der Alkoholkonsum für einen „Film riss“ ausreichte. Dem widersprach Verteidiger Franz Scharf nicht, es sei nur eben so, dass sich der Mann nach dem Verlassen des Sportplatzes an nichts mehr erinnere. 

In erheblich alkoholisiertem Zustand verursachte der zweifache Familienvater einen Autounfall, der den Einsatz der Feuerwehr und der Exekutive notwendig machte. Aufgebracht und um sich schlagend wehrte sich der 53-Jährige gegen die Maßnahmen. Im Zuge dessen kam es zu einem Schlag und dadurch zu einer Verletzung eines Polizeiinspektors. Diese Tätlichkeit war im Landesgericht angeklagt.

In der Verhandlung war der Angeklagte – trotz fehlender Erinnerung – voll geständig. Ein möglicher Schadenersatz an den Beamten wurde von Verteidiger Scharf bereits vor dem Prozess in die Wege geleitet. Scharf bot an, dass sein Mandant am liebsten jetzt gleich den Schadenersatz erstatten wolle.

„Probieren wir das gleich mal“, wollte Hohenecker die Probe aufs Exempel machen. Vor dem Richter übergab der Angeklagte 400 Euro an den Polizisten. Da war es nur ein kleiner Schritt für Hohenecker die Anklage mit einer diversionellen Einigung von 1.000 Euro auf sich beruhen zu lassen.