Hainburg: Luther-Kirche feiert den 10. Geburtstag. Im April 2011 war das nach Plänen des weltbekannten Architekten Wolf D. Prix gebaute Gotteshaus geweiht worden.

Von Josef Rittler. Erstellt am 20. Februar 2021 (04:34)
Pfarrer Jan Magyar mit Vorstand des Vereins „Freunde der evangelischen Kirche Hainburg" (v. l.): Ivan Baricic, Helga Reichel, Adolf Marschall, Rado Gajdos, Christine Wogowitsch und Ernst Jünger. 
Rittler

Sie ist längst zum modernen Wahrzeichen der Mittelalterstadt geworden, wurde auf einer Briefmarke verewigt und mit Architekturpreisen bedacht: Die Martin Luther-Kirche in der Alten Poststraße feiert heuer ihren zehnten Geburtstag. „Die Kirche ist nicht nur unser spirituelles Zentrum, sondern auch international gesuchte und besuchte Architektur-Sehenswürdigkeit“, erklärt Pfarrer Jan Magyar. Ob die Gemeinde das Jubiläum wie geplant im April begehen kann, ist eher unwahrscheinlich, jedenfalls wird eine Festschrift herausgegeben. 

Lange Zeit waren die evangelischen Gottesdienste in einer Villa in der Hummelstraße gefeiert worden. Als eine Renovierung unumgänglich wurde, stellten sich die Kosten als unwirtschaftlich heraus. Die Gemeinde beschloss einen Neubau. Für dieses Vorhaben wurde im Jahr 2007 der gemeinnützige Verein „Freunde der evangelischen Kirche in Hainburg/Donau“ gegründet. Entworfen wurde die neue Kirche von dem aus Hainburg stammenden Architekten Wolf D. Prix vom Architekturbüro Coop Himmelb(l)au. Der gebürtige Hainburger zählt zu den international gefragtesten Architekten der Welt, er realisiert derzeit Großprojekte in Sewastopol auf der russischen Krim und in Sibirien.

Die Kirche besteht aus einem Gottesdienstraum, einem Gemeindesaal, einem Glockenturm sowie Büro- beziehungsweise Nutzräumen. Sie steht auf einem Eckgrundstück, an der Ecke ragt der schlanke Glockenturm auf, der an eine Stimmgabel erinnern soll. Besonders auffällig ist das  „Wolkendach“ aus Stahl. Es wurde in der norddeutschen Schiffswerft „Ostseestaal“ gefertigt und mit dem Stahlinnovationspreis 2012 ausgezeichnet.