Hochwasserschutz wird verbessert. Die Wehranlage in Wasenbruck wird neu gebaut. Durch elektronische Schleusen kann im Notfall schneller reagiert werden.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 19. Januar 2020 (04:34)
Die Wehranlage im Leithakanal bei Wasenbruck soll erneuert werden. Dadurch soll schneller auf Hochwasserereignisse reagiert werden können.
Büro Pieler

Mit dem Neubau der Wehranlage im Leithakanal bei Wasenbruck soll der Hochwasserschutz verbessert werden. Davon wird nicht nur Wasenbruck profitieren, sondern auch Pischelsdorf und Götzendorf.

Grund für den Neubau ist, dass die derzeitige Wehranlage bereits in die Jahre gekommen ist. „Die Schleuse ist nicht steuerbar, sie muss mit der Hand geöffnet werden. Dabei geht viel Zeit verloren“, sagt Gerhard David, SP-Bürgermeister und Obmann des Leithawasserverbandes II.

Letztes Hochwasser vor zehn Jahren

Gröbere Hochwasserereignisse gab es in den letzten Jahren nicht. Kleinere Überschwemmungen gab es immer wieder, das letzte Hochwasser liegt bereits zehn Jahre zurück. „2009 war es knapp über dem Damm drüber“, erzählt David. Um im Fall der Fälle aber besser gerüstet zu sein, wird die Wehranlage nun neu gebaut. Eine deutliche Verbesserung wird sein, dass sich die Schleuse dann abhängig vom Wasserstand automatisch öffnet beziehungsweise schließt. „Der Bürgermeister von Götzendorf (Kurt Wimmer, Anm.) und ich haben darauf bestanden“, hält David im Gespräch mit der NÖN fest. Dadurch könne auf Hochwasserereignisse schneller reagiert werden.

Für die neue Wehranlage wird es drei Betriebsweisen geben: Normalbetrieb, Betrieb bei Hochwasser und Betrieb bei Rückgang des Hochwassers. Im Fall von Hochwasser wird das überflüssige Wasser über ein vorhandenes Flussbett in die Leitha umgeleitet.

Die Schleuse wird zwischen 30.000 und 40.000 Euro kosten. Durch die elektronische Steuerung der Schleuse werden laut David vermutlich weitere 20.000 Euro anfallen. Gesteuert werden die Schleusen auch nach Neubau der Wehranlage weiterhin vom Mannersdorfer Bauhof. Woher der Strom für den Betrieb der elektronischen Schleusen genommen wird, muss allerdings noch geklärt werden.

Die Zuständigkeiten werden durch die Dammbetriebsordnung geregelt. Daher wird es vom Ziviltechnikbüro Pieler eine Einschulung mit den Feuerwehren Mannersdorf, Pischelsdorf und Götzendorf geben. Wahrscheinlich wird auch die Bezirkshauptmannschaft daran teilnehmen. „Jeder soll wissen, was er im Notfall machen muss“, unterstreicht David.