Mannersdorfer Funcourt musste abgetragen werden. Laut dem Sozialstadtrat war „Gefahr in Verzug“. Eine neue Anlage ist schon länger in Planung, vorerst fehlt aber das Geld.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:12)
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Der Funcourt war beschädigt und musste nun aus Sicherheitsgründen komplett abgetragen werden. Eine neue Freizeitanlage ist zwar geplant, die finanzielle Situation lässt dies derzeit aber noch nicht zu.
privat

Vandalismus ist kein neues Phänomen in der Stadtgemeinde. Immer wieder kommt es zu Beschädigungen und Verunreinigungen bei Freizeitanlagen wie Spielplätzen oder dem Funcourt. Der Spielplatz im Mannersdorfer Stadtpark wurde daher vor Kurzem eingezäunt (die NÖN berichtete).

Weit schlechter steht es hingegen um den Funcourt. Auf diesem wurde unter anderem mit Autos und Mopeds gefahren, gegen die Konstruktion mit Füßen getreten. Nun musste dieser von den Bauhofmitarbeitern abgetragen werden. „Es war Gefahr in Verzug“, betont SP-Sozialstadtrat Manfred Fiala. 

Der Funcourt war von einem Holzkonstrukt umrahmt. Eigentlich hätte sich dieses Holz „selbst erhalten“ sollen, so Fiala. Durch die Beschädigungen der Vergangenheit, aber auch durch das Alter der Anlage, ist Wasser in die Holzkonstruktion eingetreten. „Das Holz ist jetzt morsch“, erklärt der Sozialstadtrat. Zudem sind Holzspitzen und Nägel herausgestanden. Sicheres Fußball- oder Basketballspielen war so nicht mehr möglich. Sowohl Umrahmung als auch Belag, der bei Stürzen Verletzungen vorbeugen sollte, mussten entfernt werden. 

Eine Neugestaltung des Funcourts ist von Seiten der Gemeinde schon länger geplant. Bereits im vergangenen Jahr wollte man dies in Angriff nehmen. Aufgrund der Coronakrise kommt es nun aber zu Verzögerungen. „Wir haben kein Geld für einen neuen Funcourt, mussten den alten aber aus Sicherheitsgründen abtragen“, beschreibt Fiala die aktuelle budgetäre Situation. 

Der Gemeinderat hat im Dezember ein Sparbudget beschlossen. Wenige Projekte sind für dieses Jahr geplant, im Vordergrund steht die Aufrechterhaltung der sozialen Dienstleistungen. 

Sobald es möglich ist, soll jedoch ein neuer Funcourt errichtet werden, damit sich die jungen Gemeindebürger wieder austoben können. „Wir werden das dann schnell machen“, lässt Fiala wissen.