Göttlesbrunner Traditions-Heuriger ist wieder zu haben. Die Göttlesbrunner Winzerfamilie sucht nach einem neuen Pächter für ihr uriges Heurigenlokal in der Kiragstettn.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 12. Februar 2021 (04:12)
„Unter dem Nussbaum ist es super zum Sitzen“, weiß Franz Taferner die Vorzüge seines Heurigenlokals zu schätzen.
Weingut Taferner

Das Heurigenlokal der Familie Taferner hat eine lange Geschichte. Vor über dreißig Jahren eröffnete „Tafis Heuriger“ in der Kiragstettn, bis Ende 2008 führte die Winzerfamilie den Heurigenbetrieb selbst. Danach wurde das Lokal verpachtet, seit vergangenem Herbst ist es wieder zu haben. Nun ist man auf der Suche nach einem neuen Pächter.

Der Göttlesbrunner Winzer Franz Taferner.
Cajka

„Wir haben 1989 aufgesperrt und es 20 Jahre lang selber geführt“, erinnert sich Franz Taferner zurück. „Wir haben damals gemeinsam mit anderen Kollegen die Heurigenszene in Göttlesbrunn aufgebaut und den Heurigenkalender in Göttlesbrunn gemacht“, erzählt der Winzer im NÖN-Gespräch. Siebenmal im Jahr hatten sie den Heurigen für 14 Tage geöffnet.

Wir haben damals gemeinsam mit anderen Kollegen die Heurigenszene in Göttlesbrunn aufgebaut.“ Winzer Franz Taferner erinnert sich an die Anfangsjahre von „Tafis Heuriger“ zurück.

Ein Highlight, das ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben ist: Der traditionelle Kranzeinzug, der immer am letzten Tag stattfand, an dem der Heurige ausgesteckt hatte. „Da waren immer drei Gstanzlsänger da, wir haben den Buschen reingeholt und da ist ein bisschen gesungen worden“, schwelgt der Winzer in Erinnerungen. 

Nachdem die Familie sich dazu entschieden hatte, den Heurigenbetrieb einzustellen, wurde das Lokal verpachtet. Den Heurigenbetrieb jetzt wieder selbst aufzunehmen, sei für Taferner nicht denkbar. Er könne es sich aber vorstellen, wieder einen Pop-Up-Heurigen zu veranstalten – wie man es bereits im Sommer 2019 gemeinsam mit der Familie Glatzer getan hat.

Nun läuft die Suche nach einem neuen Pächter für das Heurigenlokal in der Kiragstettn. Eine ganzjährige Bewirtschaftung sei möglich und man erwarte sich ein „dynamisches Konzept“, wie Taferner erklärt. Es soll ein „weinorientiertes Lokal sein“, bei dem die Weine vom Weingut Taferner ausgeschenkt werden. In welche Richtung es genau gehen soll, da zeige man sich flexibel. So wären für Taferner „Heuriger, Buschenschank, Weinbar“ oder auch etwas Gehobeneres denkbar.