Brucker Kulturpreis leidet an Magersucht. Die Dotation für den Brucker Kulturpreis schrumpft von Jahr zu Jahr. Nun wird über Alternativen nachgedacht.

Von Otto Havelka. Erstellt am 25. Januar 2017 (03:09)
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Ein Bild aus besseren Tagen: Beim Kulturpreis 2014 wurden noch Preisgelder in Höhe von 2.200 Euro vergeben. Im Bild: Sparkasse-Filialleiterin Petra Greslechner, Christian Vymetal, Christine Newertal, Gerald Straus und SP-Vizebürgermeister Gerhard Weil.
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SP-Vizebürgermeister und K ulturstadtrat Gerhard Weil ist auf Geldsuche. Schon ein paar Hunderter würden ihm helfen. Das Geld braucht er, um beim Brucker Kulturpreis „zumindest gleich viel Preisgeld wie im Vorjahr“ ausschütten zu können.

Dabei hatte die Dotation schon im Vorjahr einen historischen Tiefststand erreicht. Für den ersten Platz gab es 500 Euro, 300 für den zweiten und 200 für den dritten. Noch vor zwei Jahren war allein der erste Platz mit 1.300 Euro dotiert. Für den 1. Platz beim Kulturpreis 2013 konnte Christian Zenger sogar noch 1.800 Euro einheimsen.

Kulturpreis aus Ertrag Sparkassenfonds dotiert

Der Grund für die finanzielle Magerkost: Der Kulturpreis wird aus dem Ertrag des Sparkassenfonds dotiert. Da die Zinsen seit Längerem im Keller liegen, sinken auch die Ausschüttungen. Laut Weil stehen aus diesem Topf heuer spärliche 300 Euro zur Verfügung. Das ist zu wenig, um es auf drei Preisträger aufzuteilen – „erst recht, wenn es um die Prämierung von Projekten aus dem Jubiläumsjahr ‚777 Jahre Bruck‘ geht“, weiß Weil.

Eine Aufstockung durch die Gemeinde scheint auch nicht so einfach, zumal dort eine Budgetkonsolidierung ausgerufen wurde.

Vonseiten der Sparkasse verlautet der Vorstand, dass „der Brucker Kulturpreis planmäßig verliehen wird“. Über die Höhe der Dotation könne aber noch nichts gesagt werden.

Kulturstadtrat Weil denkt indes über neue Formen des Kulturpreises nach. Er könne sich auch vorstellen, dass der Kulturpreis in Zukunft „ein Ehrenpreis ist, bei dem der Sieger etwa einen Pokal bekommt“. Darüber müsse aber auch mit der Sparkasse noch diskutiert werden, so Weil.

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