Freude in der Gastro im Bezirk Bruck überwiegt. Lokalbetreiber haben sich auf den Neustart vorbereitet. Schnelltests vor Ort sind für kaum jemanden ein Thema.

Von Gerald Burggraf, Josef Rittler, Max Stepan und Peter Gerber Plech. Erstellt am 19. Mai 2021 (05:53)
Die Heurigenwirte Tanja und Matthias Schäfer freuen sich schon aufs Aufsperren
privat

Endlich! Nach monatelangem Warten sind die Restaurants, Cafés, Bars oder Heurigen wieder offen. Doch an einen Normalbetrieb wie vor der Pandemie ist vorerst noch nicht zu denken. Allen voran müssen die Gäste getestet, geimpft oder genesen sein (siehe Infobox), um im Lokal oder im Gastgarten Platz nehmen zu dürfen.

Die Gastronomen sind auf die sogenannte „3G-Regel“ jedenfalls vorbereitet. Das Personal sei instruiert und man sei bereit, dass die Vorschriften auch umgesetzt werden können, hält etwa Maria Khail, Chefin des gleichnamigen Tenniscenters in Maria Lanzendorf fest.

Einen ganz eigenen Weg beschreitet in diesem Zusammenhang Michael Schiefer, Betreiber der Fischamender Bar „Unikat“. Um den Überblick zu behalten, bekommt jeder Gast, der das Lokal betritt, ein färbiges Armband. „Diese Farbe gilt nur für den jeweiligen Tag, am nächsten Tag vergeben wir Bänder mit einer anderen Farbe“, erklärt Schiefer. Im Lokal selbst wurden Hygienestationen aufgestellt und zwei neue Bildschirme angebracht, die dauerhaft auf die Vorsichtsmaßnahmen hinweisen. „Natürlich ist das für uns ein wahnsinniger Aufwand, aber wir freuen uns einfach darauf, nach langer Zeit wieder unsere Gäste zu bedienen“, sagt der Barchef.

Schnelltests vor Ort sind allerdings für kaum einen Gastronomen (vorerst) ein Thema. Leopold Götterer, Inhaber des Café Leopold am Schwechater Hauptplatz, wird seinen Gästen Testkits zur Verfügung stellen. „Ich glaube aber nicht, dass sie groß in Anspruch genommen werden“, sagt er. Tanja Schäfer, Chefin der gleichnamigen Buschenschank in Maria Ellend, könnte sich wiederum vorstellen, dass Gäste Wohnzimmertestes selbst mitbringen: „Wenn sie den hier vor mir machen, geht das, es dauert eben fünfzehn bis zwanzig Minuten.“

Mit dem beschränkten Platzangebot durch die Zwei-Meter-Abstandsregel können sich die Lokalchefs arrangieren. „Wir machen natürlich auf, das sind wir unseren Kunden schuldig“, unterstreicht Götterer. Die Heurigenwirtin Tanja Schäfer kann zwar nur 24 statt 80 Personen im Gebäude reinlassen, hat aber die Möglichkeit, den Hof als Gastgarten zu nutzen.

Das Fischamender „Unikat“ konnte in diesem Fall auf die Hilfe der Gemeinde zählen und durfte gegenüber der Bar einen zweiten Außenbereich einrichten. „Der Bürgermeister hat uns erlaubt, draußen zu vergrößern. Damit haben wir insgesamt 30 Plätze mehr“, freut sich Michael Schiefer. Erfreulich sei für ihn auch der Stand an Reservierungen – für die erste Woche sind alle Plätze ausgebucht.

Ohne Reservierung geht in der Buschenschank der Familie Schäfer nichts. Es sei wichtig zu reservieren, dies könne telefonisch oder per Textnachricht erfolgen, hält Chefin Tanja Schäfer fest. Aufgrund der Platzverhältnisse ist man im Maria Lanzendorfer Tenniscenter von Maria Khail weniger streng. Platzreservierungen seien „grundsätzlich nicht notwendig“. Die Gastronomin ist hoffnungsvoll: „Unter der ausbleibenden Frequenz in der Tennishalle hat natürlich auch unsere Gastronomie gelitten. Jetzt freuen wir uns darauf, die Gäste im Freiluftbereich, im Wintergarten, bei der neuen Grillstelle und im Lokal begrüßen zu können.“

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