Unfall mit Kajak: 66-Jähriger vermisst. Boot kentert nach Kollision mit Boje. Zwei Insassen können sich retten, Mann geht unter. Suche ergebnislos abgebrochen.

Von Josef Rittler. Erstellt am 03. Mai 2018 (04:34)
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Auch der Polizeihubschrauber konnte am Dienstag den in der Donau versunkenen 66-Jährigen nicht finden.
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Großeinsatz für Feuerwehren, Polizei und Schifffahrtsaufsicht am Dienstag: ein 66-jähriger Slowake wird nach einem Kajakunfall auf der Donau vermisst.

Der Mann war mit zwei weiteren Personen und einem Hund in dem Kajak gesessen. Insgesamt waren etwa 25 bis 30 Boote nach einem Fest des slowakischen Rudervereins von Orth aus nach Bratislava aufgebrochen. Oberhalb von Wildungsmauer war der Kajak von der starken Strömung, die Donau führt derzeit viel Wasser, gegen eine Boje gedrückt worden und gekentert. Während sich eine Frau, ein Mann und der Hund retten konnten, schaffte es der 66-Jährige nicht und ging unter. Laut Augenzeugenberichten hatte die Frau den Mann noch an der Hand gefasst, konnte ihn aber nicht halten.

"Dank des neuen Alarmplanes werden die Wehren rascher alarmiert"

Die Einsatzkräfte leiteten eine großangelegte Suchaktion in die Wege. „Der Notruf ist um 12.56 eingegangen, daraufhin rückten acht Feuerwehren des betreffenden Stromabschnittes aus“, berichtet der Bezirkskommandant-Stellvertreter Christian Edlinger, der selbst an der Suchaktion beteiligt war. „Dank des neuen Alarmplanes Donau werden die Wehren rascher alarmiert.“ Die Feuerwehr Wildungsmauer etwa war mit einem Arbeitsboot und Zillen im Einsatz.

An der Suche war auch die Polizei mit einem Hubschrauber und die Schifffahrtsaufsicht beteiligt. Nach zweieinhalb Stunden wurde die Suchaktion ergebnislos abgebrochen, der 66-Jährige bleibt vermisst.

Die Chance, den Verunglückten lebend zu finden, sei gering, aber dennoch will laut Strommeister Josef Ploiner (Station Hainburg) die Schifffahrtsaufsicht erhöhtes Augenmerk auf exponierte Stellen entlang der Donau richten.