Wolfsthal

Erstellt am 30. Dezember 2016, 03:17

von Adalbert Mraz

Budget: "Erhöhungen sind nicht zu vermeiden“. Budget für das kommende Jahr einstimmig beschlossen. Im Zuge der Konsolidierung sind Gebührenanpassungen umzusetzen.

   |  NOEN, Erwin Wodicka

Bei der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr waren der Voranschlag und die mittelfristige Finanzplanung das Hauptthema. Im ordentlichen Haushalt werden rund zwei Millionen Euro und im außerordentlichen Haushalt 218.400 Euro veranschlagt.

Für Bildung und Kindergarten allein sind im ordentlichen Haushalt 463.700 Euro vorgesehen, in den Straßenbau (die wichtigsten Projekte sind die Feldgasse und die Schafberggasse) werden im kommenden Jahr 195.800 Euro investiert.

Außerdem ist im Budget für 2017 auch die Erhöhung verschiedener Gebühren geplant. Die letzte Erhöhung der Gebühr für die Abwasserentsorgung erfolgte im Jahr 2010. Ab 1. Jänner müssen die Gebühren für den Kanalanschluss von derzeit 2 Euro auf 2,70 Euro sowie für die Abwässer von 12 Cent auf 14 Cent pro Quadratmeter erhöht werden. Die Erhöhung ist primär auf den aus wirtschaftlichen Gründen notwendig gewordenen Wechsel des Kläranlagenanschlusses von Bratislava zum Abwasserverband Neusiedl-Bruck zurückzuführen (die NÖN berichtete).

Finanziell über Wasser sein

Waren bisher 22 Cent pro Kubikmeter nach Bratislava zu bezahlen, verlangten die privaten Betreiber in Bratislava nun 94 Cent ohne Investitionen, beim AVBN sind nun 67 Cent mit Investitionen zu bezahlen.

Bürgermeister Gerhard Schödinger (VP) meinte dazu, dass der Verbleib beim slowakischen Betreiber unter den Bedingungen nie die Zustimmung des Landes Niederösterreich gefunden hätte.

Bei Neubauten, Umbauten und der Errichtung neuer Wohneinheiten im verdichteten Wohngebiet sieht die Gemeinde ab 1. Jänner die Herstellung von Abstellplätzen für zwei Fahrzeuge vor. Wenn das nicht möglich ist, muss der Bauherr zukünftig pro Wohneinheit pro fehlendem Abstellplatz 3.500 Euro entrichten.

Schödinger fasste abschließend zusammen: „Derzeit zählt Wolfsthal 997 Einwohner, mit dem Bevölkerungszuwachs steigen auch die Ausgaben für die Infrastruktur. Wenn wir mit dem Zuzug nicht bedächtig umgehen, können wir das finanziell nicht bewältigen. Wolfsthal wird sicher keine reiche Gemeinde werden, wir sind aber auf bestem Wege, alles im Griff zu haben und finanziell über Wasser zu sein.“