Umwidmungen in Zukunft gestoppt

Grenzgemeinde will mit dem Instrument „örtliche Raumplanung“ das Bevölkerungswachstum limitieren.

Erstellt am 20. Dezember 2019 | 04:27
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Wolfsthal will den Dorfcharakter beibehalten.
Foto: Mraz

Seit der EU-Osterweiterung steigt die Bevölkerungsentwicklung im Bezirk stark an. Mit diesen Veränderungen muss sich auch Wolfsthal befassen. Durch den starken Zuzug ist auch der Anteil an Jungfamilien stetig gestiegen und stellt für die Gemeinde eine große Herausforderung dar. Die örtliche Raumplanung liegt in den Händen der Gemeinde und ist ein wichtiges Instrument, um den Bevölkerungszuwachs zu regeln.

Die Entwicklungsprioritäten des Ortes liegen in der Erhaltung des Dorfcharakters, der Lebensqualität, im sorgsamen Umgang mit verfügbaren Flächen und in der Vermeidung von Nutzungskonflikten. In Zukunft wird keine neue Umwidmung von Grünland auf Bauland erfolgen, Baulandreserven sind aber vorhanden. Bereits vor zwei Jahren wurde vorübergehend ein Baustopp verhängt, ein neuer Flächenwidmungs- und Bebauungsplan verabschiedet (die NÖN berichtete).

"Soll eine zu große Verdichtung unterbinden"

Zur Absicherung dieser Elemente wurde damals in bestimmten Teilbereichen der Gemeinde maximal zwei Wohneinheiten pro Grundstück mit 600 m² festgelegt. Jetzt wurde der Bebauungsplan adaptiert und auf das gesamte Ortsgebiet ausgeweitet.

„Die Beschränkung der Anzahl der Wohneinheiten soll zu einer ortsverträglichen Weiterentwicklung beitragen und eine zu große Verdichtung durch Wohnbebauungen unterbinden“, erklärte VP-Bürgermeister Gerhard Schödinger.