Zehn Jahre Verein "Lautstark"

Vor zehn Jahren gründeten Beate und Mario Leitner den Verein „Lautstark“. Er begleitet Kinder und Eltern bei Problemen in Familie und Schule und bietet Hilfe beim Lernen.

Erstellt am 06. Oktober 2020 | 15:56
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Beate und Mario Leitner vor ihrem Haus, dem Sitz des Vereins "Lautstark"
Foto: Josef Rittler

Das offizielle Jubiläumsfest musste corona-bedingt abgesagt werden, soll aber bei passender Gelegenheit nachgeholt werden:  Vor zehn Jahren gründeten Beate und Mario Leitner in Hainburg/Donau den Verein „Lautstark“.

Die beiden ausgebildeten Lebens- und Sozialberater begleiten Kinder, Jugendliche und deren Eltern bei Problemen in der Familie und in der Schule, und bieten Hilfe bei Lernschwierigkeiten und Nachhilfe an.

Beate und Mario haben sich vor 20 Jahren im Internet in einer Gruppe für Schwerhörige kennengelernt. Beate stammt aus dem Waldviertel, Mario aus Steyr in Oberösterreich. Er kam als Lehrling nach Hainburg, Beate zog aus Wien in die Mittelalterstadt.

„Ich wurde ursprünglich wegen Nachhilfe gefragt“, berichtet Beate Leitner, die zunächst als Sozialpädagogin arbeitete. „Dann habe ich gemerkt, dass manche Kinder viel mehr brauchen, also haben wir unseren Verein gegründet. Der Name bezieht sich darauf, dass man lautstark zu sich selber stehen und unterdrückten Gefühlen eine Stimme geben kann.“

Der Tätigkeitsbereich umfasst sämtliche Aspekte der Lebens- und Sozialberatung. Ob in der Schule oder zu Hause, Kinder sind mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Entwickeln sich daraus Konflikte, ist guter Rat hilfreich. .„Im Kinder- und Jugendalter reicht unser Angebot von Hilfe bei Lernproblemen, Mobbing, Schulängsten bis hin zu Problemen im sozialen Umfeld und dem Umgang mit Krisensituationen. Alle Beratungen erfolgen einzeln“, erklärt Mario Leitner.

Gearbeitet wird meist nach der „ökids“-Methode. Dieser Ansatz der österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendlichentherapie berücksichtigt die Wechselwirkung zwischen dem inneren Erleben des Kindes und dem äußeren Umfeld. „Wir arbeiten auch stark mit den Eltern zusammen“, erklärt Mario.

Angeboten werden auch Familienaufstellungen. Dabei werden Schieflagen oder schicksalshafte Verstrickungen erkennbar, sodass sie wieder in Ordnung gebracht werden können, unabhängig davon, in welchem gesellschaftlichen System die Schieflage besteht. "Die Familienaufstellungsarbeit in unserem Verein  richtet sich nach wissenschaftlichen Kriterien und Vorgaben. Sie gilt als hochwirksames Instrument, um Lebenskrisen zu bewältigen und neuen Mut zu schöpfen", erklären Beate und Mario.

Der Verein zählte bisher über hundert Mitglieder. Diese wechseln und sind durchschnittlich drei bis vier Jahre dabei. Über tausend Beratungen wurden in den zehn Jahren durchgeführt.

www.lautstark-family.at