100 Jahre feinste Handwerkskunst

Erstellt am 22. Juni 2022 | 12:28
Lesezeit: 3 Min
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Hannelore und Johann Kern mit ihrem langjährigen Mitarbeiter Franz Karner bei der originalen Hobelbank des Firmengründers Johann Kern senior.
Foto: Kern
Johann Kern ist stolz auf die Firma, seine Familie und das, wofür der Kilber Betrieb seit einem Jahrhundert steht: Handwerkskunst, Qualität und Betreuung von der Planung bis zum Produkt.

Schon in dritter Generation wird die Tischlerei Kern in Kilb geführt. Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg nahm Johann Kern, Großvater des heutigen Betreibers Johann Kern, ein mit Wasserkraft betriebenes Sägewerk und eine Tischlerei in Betrieb. Nach Kauf der alten Lindner-Mühle in Kettenreith im Jahr 1926 fanden zwölf Jahre später die ersten Erweiterungen der baulichen Substanz statt und die ersten Aushilfskräfte wurden eingestellt.

Im Jahr 1940 verunglückte der Gründer, sein Sohn befand sich im Zweiten Weltkrieg. Dies führte dazu, dass der Betrieb für sechs Jahre stillgelegt werden musste. Nach der Rückkehr aus dem Krieg übernahm Johann Kern in zweiter Generation den Betrieb und so wurde dieser in relativ kurzen Abständen bis 1967 immer wieder erweitert. 1970 legte man das Sägewerk still und konzentrierte sich voll und ganz auf die Tischlerei. Zwei Jahre später, im Jahr 1972, feierte das Unternehmen schließlich sein 50-jähriges Bestehen.

Die Übernahme durch den heutigen Chef fand im Jahr 1984 statt. 1986 erfolgten weitere Um- und Zubauten, die zum Aufbau eines namhaften gewerblichen Mittelbetriebes führten. „Für mich war immer schon klar, dass ich einmal den Betrieb übernehmen werde“, erzählt Johann Kern. Seine Leidenschaft für Holz und Möbel entdeckte er bereits früh: Schon als kleiner Bub war er bei seinen Eltern in der Werkstatt und half in den Schulferien fleißig im Betrieb mit.

Heute betreuen er und seine Frau Hannelore die Kundinnen und Kunden von der Planung bis zur Fertigung, auch Deko und Einrichtung gehören zu den Leistungen der Tischlerei. „So können wir bestmöglich auf die Wünsche der Kundinnen und Kunden eingehen“, sagt Hannelore Kern. „Wir können auch seniorengerechte und barrierefreie Produkte anfertigen, wie man es möchte.“

Auch Lehrlinge fanden ihren Platz in der Tischlerei. Insgesamt 18 Lehrlinge bildete der Betrieb in den vergangenen Jahrzehnten aus. „Eine beachtliche Zahl“, sagt Johann Kern stolz. Und einer von diesen Lehrlingen, Franz Karner, feiert in diesem Jahr sein 40-Jahr-Jubiläum in der Tischlerei.

Entgeltliche Kooperation von NÖN und WKNÖ