Aus Wieselburger Volksfest wird Festival

Erstellt am 26. Juni 2022 | 04:06
Lesezeit: 3 Min
Volksfest
Volksfest in St. Pölten!
Foto: Daniel Strobl
Mit dem Bieranstich am Mittwoch, 29. Juni, wird erste Volksfest ohne Messe eröffnet.
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Schon seit 2020 liegen die Planungen in der Schublade. Jetzt kommen sie zur Anwendung. Das Wieselburger Volksfest findet nach 94 Jahren erstmals ohne begleitende Landwirtschaftsmesse statt. „Wir gehen ohne große Zielvorgaben an die Veranstaltung heran und sind selbst schon gespannt, wie das Publikum diese neue Art des Volksfestes annehmen wird“, schildert Messedirektor Werner Roher im NÖN-Gespräch.

Ausgangspunkt für die Messe sei die Trennung von Volksfest und Landwirtschaftsmesse gewesen, weil der Termin für die Messe immer schwieriger zu halten war. „Aber wir wussten, dass wir das Volksfest rund um den Schulschluss abhalten wollen. Daher haben wir uns Konzepte von anderen erfolgreichen alleinstehenden Volksfesten und ähnlichen Events angeschaut und unser Konzept davon abgeleitet“, erklärt Roher.

So wird es beim Volksfest, das mit dem Bieranstich am Mittwoch (29. Juni) beginnt und dem Familientag mit Gratis-Eintritt am Sonntag (3. Juli) endet, neben den Fahrgeschäften fünf Bereiche geben, die sich auch vom Alter des Zielpublikums unterscheiden werden. Der Volksfestplatz zwei gehört den Familien und Kindern mit eigener Kids-Bühne.

Partystimmung mit Bierzeltflair gibt es in Ludwigs Festzelt am Volksfestplatz eins, wo „Die Sumpfkröten“ (Mittwoch), „Die Draufgänger“ (Donnerstag), die Voixxrocker „Mybock“ und Hannah (Freitag) sowie „Night Rider“ und Marc Pircher (Samstag) und die „Partykrainer“ (Sonntag) auftreten werden. Etwas gemütlicher geht es bei der Schmankerl-Bühne beim Winzer Stadl ab: „Die Tschechen“, „RK Accustic“, „Sharona“ oder „Mach7“ werden dort unterhalten.

Open Air-Flair verspricht die Festival Bühne direkt an der Erlauf mit Auftritten von „Wiener Wahnsinn“ (Mittwoch), verschiedenen Jugendorchestern und „Brass Machine“ (Donnerstag), „Penthouse Club“, „The Most Company“, Edelmann und Chris Steger (Freitag) sowie „Matakustix“ und „Alle Achtung“ am Samstag.

Die Partyzone schlechthin ist die von Mado betriebene Party Arena in der Halle2. Matty Valentino (Mittwoch), DJ Bruce Wayne (Freitag) sowie Fat Astronauts, DJ Zeus und DJ Clemotone (Samstag) werden diese zum Beben bringen.

Auch die Erlauf ist eingebunden. Tagsüber gibt es dort Bootsfahrten, abends ab 18 Uhr einen Flying Fox über die Erlauf und jeweils um 22 Uhr eine Akrobatik- und Lichtershow. Dafür gibt es kein Feuerwerk. „Es passt zum einen vom Umweltgedanken her nicht und zum anderen heuer noch weniger, da nur einige 100 Kilometer weiter weg Krieg herrscht“, sagt Roher.

Kritik an Eintrittspreisen lässt Roher nicht gelten

Aufkeimende Kritik an den „hohen“ Eintrittspreisen (Tagesticket 9 Euro für Erwachsene) lässt Roher nicht gelten: „Wir bieten etliche Ermäßigungen, Kombinationen und Aktionen. Außerdem ist damit auch der Eintritt für das komplette Musikprogramm enthalten – bei einem normalen Zeltfest zahlt man auch nicht weniger.“

Nur eine Veranstaltung ist davon ausgenommen. Der Auftritt von Gernot Kulis am Freitag, 1. Juli, um 19 Uhr im NV-Forum. Für das 20-jährige Best-of-Tour-Programm des Ö3-Callboys „Hold the Line!“ kostet das Ticket übrigens 35 Euro. Dafür ist dort der Volksfesteintritt inbegriffen.

www.volksfest-wieselburg.at

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