AK im Bezirk Scheibbs: 1,22 Millionen Euro für Arbeitnehmer gesichert

Erstellt am 09. März 2022 | 04:04
Lesezeit: 2 Min
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Kammerrat Christian Fußthaler und AK-Bezirksstellenleiter Helmut Wieser ziehen Bilanz: 1,22 Millionen Euro, niederösterreichweit sogar 38,4 Millionen Euro, erkämpfte die Arbeiterkammer NÖ für Betroffene.
Foto: Claudia Christ
Das Jahr 2021 erwies sich für die Arbeiterkammer Scheibbs mit 1,22 Millionen gesicherten Euro für die Dienstnehmer und 3.136 Beratungen als besonders arbeitsintensiv.
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Auf ein arbeitsintensives Jahr 2021 blickten AK-Bezirksstellenleiter Helmut Wieser und Kammerrat Christian Fußthaler im Rahmen eines Pressegespräches in der Vorwoche zurück.

„Mehr als 6.000 Menschen haben Kontakt mit uns aufgenommen. Manchmal ging es nur um rasche Auskünfte zur Kurzarbeitszeit, einvernehmlicher Lösung oder Quarantänebestimmungen, Homeoffice und Freistellung wegen Kinderbetreuung“, erklärt Wieser. In 3.136 Fällen benötigten die Arbeitnehmer auch weiterführende Beratung und die Unterstützung in konkreten Problemfällen. „Das vergangene Jahr hat einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig wir als regionale Anlaufstelle sind“, zieht Wieser Bilanz und verweist auf die Summe von 1,22 Millionen Euro, die für die Arbeitnehmer in der Region gesichert werden konnten. In diesem Betrag enthalten sind auch 442.334 Euro, die aus der AK-Steueraktion für die Menschen zurückgeholt werden konnten.

„Immer wieder gibt es vermehrt auch Anfragen, die Arbeitsverträge betreffen“, erklärt Wieser und nennt folgendes Beispiel: Ein Dienstnehmer aus dem Bezirk ist als Leasingarbeiter über einen längeren Zeitraum in einem Industriebetrieb beschäftigt. Bei einem Beratungsgespräch über die Pensionsmöglichkeiten, haben wir seine Abrechnung kontrolliert.“ Dabei stellte die AK Scheibbs fest, dass der Dienstnehmer trotz eines erlernten Berufes im Metallbereich nur als Hilfsarbeiter entlohnt wurde. Die Differenz während des gesamten Beschäftigungszeitraumes machte die satte Summe von 6.500 Euro brutto aus.

Nach Intervention der AK bekam der Mann das Geld nachbezahlt. „Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, einen Dienstvertrag prüfen zu lassen. Dabei geht es nicht nur um das laufende Entgelt, sondern aufgrund von niedrigeren Sozialversicherungsbeiträgen droht später auch eine geringere Pensionsleistung“, warnt Wieser.

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