51 Mal Gold für Moser Wurst. Das Wieselburger Traditionsunternehmen Moser heimste beim Internationalen Fachwettbewerb der Bundesinnung in Wels 51 Goldmedaillen ein.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. September 2014 (11:33)
Die drei »Wurst-Musketiere« mit einigen ihrer mit Gold prämierten Produkte: Prokurist und Wurstmeister Michael Moser, Geschäftsführer Hans Moser und Betriebsleiter Johann Winkler bürgen seit Anfang der 90er-Jahre für Top-Qualität bei Moser Wurst - alle drei sind natürlich geprüfte Fleischermeister.
NOEN, Christian Eplinger
Wurst ist nicht gleich Wurst. Das weiß die Familie Moser seit 111 Jahren. So lange gibt es das Traditionsunternehmen bereits, das heute in vierter Generation von Hans, Michael und Irmtraud Moser geführt wird und sich seit Freitag als erfolgreichster Fachbetrieb für Fleisch- und Wurstwaren Österreichs bezeichnen darf.

Zusätzlich 17 Mal Silber und zwei Mal Bronze

Denn beim von der Bundesinnung des Lebensmittelgewerbes alle zwei Jahre ausgeschriebenen „20. Internationalen Fachwettbewerb für Fleisch und Wurstwaren“ (IFFW) heimste Moser Wurst 51 Goldmedaillen ein – so viel wie kein anderer Betrieb in Österreich.

Dazu gab es noch 17 Mal Silber und zwei Mal Bronze. „Alle unsere 70 eingereichten Produkte wurden mit Medaillen prämiert. Das ist eine besondere Auszeichnung für unsere hohe Qualität und Lohn dafür, dass wir uns tagtäglich um den besten Geschmack bemühen“, freut sich Geschäftsführer Hans Moser.

„Solch einen Erfolg gibt es nicht alle Tage zu feiern“

Damit hat Moser Wurst den Erfolg aus dem Jahr 2002 nochmals getoppt. Bei der letzten Einreichung vor zwölf Jahren gab es 35 Mal Gold und zwölf Mal Silber für die Moser Wurst-Produkte. „Schuld“ am diesjährigen Erfolg sind Irmi Moser und Betriebsleiter Johann Winkler, der schon seit 30 Jahren beim Unternehmen ist.

Beide haben Hans und seinen Bruder Michael Moser, den „Wurstmeister“ im Unternehmen – denn Moser Wurst wird nach wie vor immer noch nur von einem Moser gemacht –, zur Teilnahme überredet. „Zum Glück“, lächelt Michael, „denn solch einen Erfolg gibt es nicht alle Tage zu feiern. Vor allem angesichts des sehr hohen Niveaus, das es bei diesem Wettbewerb in Österreich gibt“, weiß Michael Moser.

„Ich war einfach überzeugt, dass wir gut abschneiden werden. Wir haben ein super Team und Top-Produkte, das bekommen wir ja auch von unseren Kunden immer wieder bestätigt“, freut sich Johann Winkler.

Vom Tor zum Erlauftal ins ganze Land hinaus

Die Moser Wurst GmbH beschäftigt derzeit 95 Mitarbeiter, davon 56 Frauen. Mit sechs Produkten (Schwarze Pute, Kasmugler, Pepphäuser, Glockner, Feger und Scharfe Feger) ist Moser Wurst in ganz Österreich am Markt präsent. Ansonsten bilden Niederösterreich, die nördliche Steiermark und das östliche Oberösterreich die Hauptabsatzmärkte für die Moser Produkte.

Dabei setzt man bei Rind- und Schweinefleisch ausschließlich auf österreichische Produkte aus der Region. Geschlachtet wird im Schlachthof Schreiner in Laimbach (Schweinefleisch) beziehungsweise im Schlachthof Teufl in Ruprechtshofen (Rindfleisch).

Transparenz, Regionalität, Wertschöpfung und Nachhaltigkeit stehen für Hans Moser ganz oben in der Firmenphilosophie. Seit 2007 ist das Unternehmen durchgehend auf „higher level“ IFS zertifiziert, die ISO-Zertifizierung für die Lebensmittelbranche.

Seit dem Frühjahr betreibt Moser eine Photovoltaikanlage mit 73 kWp (siehe Foto oben) und derzeit wird gerade im Bereich des ehemaligen Gasthauses Moser aus- und umgebaut. Dort wird eine neue, moderne Küche errichtet, von der aus man ab nächstem Jahr die Wieselburger Kindergarten- und Schulkinder bekochen will.