57-Jähriger missbrauchte Enkel und Töchter. Nächster Missbrauchsfall aus dem Mostviertel: Ein Mann soll seine fünfjährige Enkeltochter und seine Stieftöchter missbraucht haben. Vor der Richterin am Landesgericht St. Pölten und den Schöffen bestritt er die Tat vehement.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 31. Juli 2020 (19:51)
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Die Anklageschrift gegen einen 57-Jährigen aus dem Erlauftal war erdrückend. Der Staatsanwalt warf dem Mann, der schwer körperlich beeinträchtigt ist, vor die Töchter seiner Partnerin sexuell belästigt zu haben. Und nicht nur das: An der elfjährigen Stieftochter, der jüngeren der beiden Schwestern,  soll er sich sogar vergangen haben. Die ältere Tochter war zu diesem Zeitpunkt bereits volljährig. 

"Die Töchter haben ausgesagt, dass sie nachts ins Kinderzimmer gekommen sind. Sich ins Bett der Minderjährigen gelegt haben und ihr unter den Pyjama gefasst haben", klagt der Staatsanwalt an. Dabei soll er ihr ins Ohr geflüstert haben "Du willst es doch auch". 

Neben der Stieftochter soll der Angeklagte sich auch an der fünfjährigen Stiefenkelin vergangen haben. 

Doch der 57-Jähriger zeigte keinerlei Reue oder Einsicht. Er bestritt alle Vorwürfe. "Ich verstehe das nicht, diese Sachen haben nie stattgefunden", sagt er. Nach der Einvernahme der Zeugen fällte die Richterin Doris Wais-Pfeffer mit den Schöffen das Urteil. Acht Jahre fasste der Mostviertler aus, jedoch ist es nicht rechtskräftig.