GVU Scheibbs ist ab Herbst unter neuer Leitung

Erstellt am 25. Februar 2022 | 06:06
Lesezeit: 3 Min
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Bis 31. August hat der GVU Scheibbs mit Thomas Prenner und Johann Wurzenberger zwei Geschäftsführer. Dann geht Wurzenberger in Pension.
Foto: Karin Katona
Thomas Prenner, Nachfolger von Johann Wurzenberger, bereits parallel im Amt.
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Zwei Geschäftsführer gibt es seit 1. Jänner im Abfallsammelzentrum des Gemeindeverbands für Umweltschutz Scheibbs. Thomas Prenner arbeitet derzeit parallel als zweiter Geschäftsführer mit Johann Wurzenberger, der am 31. August in Pension geht. Prenner, lobt Wurzenberger seinen Nachfolger, sei „die optimale Wahl, ein richtiger Glücksgriff“ gewesen. Der gebürtige Steirer und Wahl-Purgstaller war seit 2005 bei Seiringer Umweltservice in Wieselburg tätig, zehn Jahre davon als Betriebsleiter.

So wie Wurzenberger wird Prenner seinen Schwerpunkt auf Aufklärung und Bewusstseinsbildung zur Mülltrennung und -vermeidung setzen. Seit Jahresbeginn setzt der GVU ein neues Ampelsystem ein. Bei der Apfelburzen-Razzia werden Bio- und Restmülltonnen direkt bei der Abholung bewertet.

Trennqualität soll durch Ampelsystem steigen

„Das erklärte Ziel: Eine bessere Trennqualität bei Bioabfall und Restmüll“, erläutert der zukünftige GVU-Geschäftsführer und erklärt den Ablauf: „Unsere Mitarbeiter bewerten den Tonneninhalt nach Trennqualität mit Anhängern in den Farben Grün, Gelb und Rot. Bei einem grünen Anhänger ist alles Ordnung, die Trennung war vorbildlich. Gelb ist als Vorwarnung zu sehen und bedeutet, dass in der Tonne offensichtliche Fehlwürfe zu finden sind. In diesem Fall wird der Behälter aber noch einmal entleert.“

Bei wiederholtem Fehlverhalten, warnen Prenner und sein Kollege Johann Wurzenberger, gibt es jedoch die Rote Karte. Die Tonne bleibt stehen und muss vom Besitzer nachsortiert werden. „Die Abholung erfolgt erst wieder beim nächsten Turnus oder der Besitzer bringt sie ins Abfallsammelzentrum“, sagt Prenner. Bei den Maßnahmen, betonen die beiden GVU-Geschäftsführer, gehe es nicht ums Bestrafen, sondern letzten Endes darum, das Aufkommen von Mikroplastik in Kompost- und Erdenprodukten zu verringern. Durch das Ampelsystem wolle man Bewusstseinsarbeit in der Bevölkerung betreiben.

Das System gilt auch für den Restmüll: „Wir wollen auch den Anteil der organischen Stoffe in der Restmülltonne bald auf 15 Prozent drücken. Das sind wichtige Rohstoffe für die Humusbildung und zu schade, um bei der Verbrennung durch den Kamin zu gehen“, sagen Prenner und Wurzenberger.

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