Einkommensanalyse 2020: Bezirk Scheibbs erstmals auf Platz 2 in NÖ

Erstellt am 30. Dezember 2021 | 06:55
Lesezeit: 2 Min
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AK-Bezirksstellenleiter Helmut Wieser lobt die heimischen Betriebe und Arbeitnehmer.
Foto: Eplinger
Die Hälfte der Arbeitnehmer im Bezirk verdiente 2020 mehr als 2.444 Euro brutto pro Monat. Nur im Bezirk Amstetten ist das Medianeinkommen mit 2.600 Euro höher als im Ötscherland.
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Zwei Tage vor Weihnachten veröffentlichte die Arbeiterkammer Niederösterreich ihre jüngste Einkommensanalyse mit den Daten des Jahres 2020. Und diese bescherte dem Scheibbser Bezirk ein überaus erfreuliches Ergebnis. Das Ötscherland landete mit einem Medianeinkommen von 2.444 Euro brutto pro Monat hinter dem Bezirk Amstetten erstmals auf Platz zwei. Nach Platz vier bei der Analyse 2018 und Platz drei 2019 bedeutet dies erneut eine Rangsteigerung. Der Abstand zu Amstetten, wo das Medianeinkommen 2.600 Euro beträgt, ist dabei allerdings um einen Euro größer geworden als im Vorjahr.

Insgesamt liegt das Medianeinkommen im Bezirk Scheibbs aber um 130 Euro über dem NÖ- und neun Euro über dem Österreich-Wert. Gegenüber 2019 stieg das Brutto-Medianeinkommen im Bezirk um 81 Euro, auch das ist einen Euro über dem NÖ-Wert. Wird die allgemeine Preissteigerung mitberücksichtigt, verblieb ein realer monatlicher Zuwachs von 1,98 Prozent.

Die Einkommensungleichheit zwischen den Geschlechtern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr allerdings leicht um 0,3 Prozent. Das Medianeinkommen der Frauen ist um 34,7 Prozent niedriger als das der Männer. Herausragend im Bezirk bleibt das hohe Medianeinkommen bei den Arbeiterinnen und Arbeitern, das um 11,2 Prozent über dem niederösterreichischen lag.

„Das ist ein Verdienst der gut wirtschaftenden Unternehmen, der fleißigen Mitarbeiter und der erfolgreichen Kollektivverhandlungen vor allem im Metallerbereich“, freut sich AK-Bezirksstellenleiter Helmut Wieser. Denn wenn man in den Analysen zurückblättere, ist es das bisher beste Bezirksergebnis. „2004 lagen wir noch um den zehnten Platz“, weiß Wieser. Gleichzeitig seien diese guten Ergebnisse auch ein Indiz, dass die Unternehmen im Bezirk Scheibbs das erste Jahr der Corona-Krise sehr gut überstanden hätten, betont Wieser.

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