Exingers letzte zwei Wochen in der Scheibbser Praxis. Ende März geht Karl Exinger in Pension, dann sind zwei Hausarztstellen in Scheibbs vakant.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 18. März 2021 (05:29)
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Die medizinische Versorgung in der Bezirkshauptstadt steuert auf eine kritische Zeit zu. Nachdem Doktor Paul Kupelwieser bereits mit Jahresende in Pension gegangen war, folgt ihm nun mit Ende März Doktor Karl Exinger. Damit werden zwei Stellen von Allgemeinmedizinern in Scheibbs vakant.

„Es schaut auch leider nicht so aus, als ob wir hier eine rasche Lösung schaffen würden. Zwar gibt es laufend Gespräche, doch konkret ist gar nichts“, erklärt Bürgermeister Franz Aigner (ÖVP). Dennoch versucht er zu beruhigen.

Die beiden verbleibenden Ärzte im Sprengel, Martin Egger aus Scheibbs und Thomas Schwarzenberger aus St. Anton, hätten versichert, die Patienten zumindest vorübergehende mitbetreuen zu können. Auch das Landesklinikum sei in die Gespräche eingebunden, sagt Aigner. Er hofft dennoch auf eine baldige Lösung.

Elke Müller, die bis Ende März bei Karl Exinger in der Praxis mitarbeitet, wird mit April ihre neue Ordination in St. Leonhard/Forst beziehen. Das bedeutet ab April auch eine Veränderung beim freiwilligen Wochenenddienst im Sprengel.

„Nachdem von politischer Seite keine Signale zu vernehmen waren, haben wir versucht, zum Wohl der zu versorgenden Patienten eine Lösung zu finden. Die Kollegen des Sprengels Purgstall, Oberndorf und St. Georgen werden gemeinsam mit den Scheibbser Kollegen vorerst für das zweite Quartal 2021 die Wochenenddienste gemeinsam besetzen. Das bedeutet eine massive Ausweitung des Einzugsgebietes für uns und unsere Patienten.

Ob dies in dem Ausmaß zielführend und machbar ist, wird sich zeigen. Jedenfalls werden wir versuchen, die aufgetretenen Lücken so gut es geht zu kompensieren, zumal keine wesentliche Änderung der Situation in näherer Zeit zu erwarten ist“, erklärt Bezirksärztevertreter Karl Brandstetter. -ce-