AMS im Bezirk Scheibbs: „Es gibt positive Signale“. Weiterhin leichte Entspannung verzeichnet der Scheibbser Arbeitsmarkt. Aktuell sind 787 Personen arbeitslos gemeldet, das ist der viertniedrigste Wert in NÖ.

Von Claudia Christ. Erstellt am 05. August 2020 (04:14)
Symbolbild
APA (Pfarrhofer)

Die Lage am Arbeitsmarkt im Bezirk entspannt sich weiterhin. „Hatten wir im März noch eine Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent so werden wir Ende Juli voraussichtlich wieder bei 4,8 Prozent und somit deutlich unter dem NÖ-Wert von voraussichtlich knapp 8 Prozent liegen“, erklärt der Geschäftsstellenleiter des AMS Scheibbs, Sepp Musil.

Das gesamte Mostviertel wird voraussichtlich eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von knapp fünf Prozent haben und somit ebenfalls deutlich unter dem NÖ-Schnitt liegen.
Mit 787 Personen sind zwar immer noch eineinhalb Mal so viele Menschen im Bezirk arbeitslos vorgemerkt wie im Vorjahr, allerdings haben in den letzten beiden Monaten im Vergleich zum Vorjahr mit 748 Personen auch doppelt so viele Menschen wieder zu arbeiten begonnen.

„Die Steigerung bei den Arbeitsaufnahmen – im Juli waren es um knapp 95 Prozent mehr als im Vorjahr – unserer Scheibbser Kunden zeigt, dass sich die Entspannung der Krisensituation weiter fortsetzt“, zeigt sich Musil erfreut. So konnten heuer bis Ende Juli mit 2.012 Arbeitsaufnahmen um 29,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres erreicht werden, sogar bei den über 50-Jährigen waren es über 21 Prozent.“ Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft Männer deutlich mehr als die Frauen und alle Altersgruppen. Allerdings ist der Anstieg bei den Jugendlichen mit 83,3 Prozent deutlich stärker als bei den über 50-Jährigen (plus 44,2 %).

Obwohl mit Ende Juli immer noch etwas mehr als 7.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet waren, gibt es bereits positive Signale. „Die Unternehmen suchen nach wie vor verstärkt Arbeitskräfte und haben dem AMS im Juli wieder gleich viele freie Stellen wie im Vormonat zur Besetzung gemeldet. Derzeit gibt es 334 freie Stellen, um 2,5 Prozent mehr als im Juni.