Bezirk Scheibbs: Nachfrage nach Arbeitskräften hält an

Erstellt am 26. Januar 2022 | 03:25
Lesezeit: 2 Min
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Geschäftsstellenleiter Sepp Musil.
Foto: fotonovo.at/ D. Novotny
Endgültige 2021er-Jahreszahlen liegen vor: Bezirk Scheibbs mit Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent nö-weit an zweiter Stelle.
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Beim Blick auf die Arbeitsmarktbilanz 2021 kann Sepp Musil, Leiter der Arbeitsmarktservice-Geschäftsstelle Scheibbs, durchaus zufrieden lächeln. Die Bilanz fällt trotz zahlreicher Pandemie-Herausforderungen positiv aus. Und auch für 2022 sind die Prognosen gut: Mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum werde auch die Nachfrage nach Arbeitskräften anhalten, ist man beim AMS überzeugt.

Die Arbeitslosenquote im Bezirk sank 2021 gegenüber dem ersten Corona-Jahr um 1,6 Prozent auf 3,8 Prozent – der zweitbeste Wert in Niederösterreich nach Waidhofen/Ybbs (3,4 Prozent). „Wir waren das ganze Jahr immer unter den Top-3-Bezirken des Landes und liegen auch klar unter dem Landesschnitt“, schildert Musil.

Im AMS wurde der wirtschaftliche Aufschwung nach den Einschränkungen für organisatorische Reformen genutzt, um die Schlagzahl in der Vermittlungsarbeit kräftig zu erhöhen. „Die starke Arbeitskräftenachfrage sorgte seit dem Frühjahr für eine nachhaltige Dynamik am Arbeitsmarkt. Bis Jahresende sind 2.140 Jobsuchende aus dem Bezirk wieder ins Erwerbsleben eingetreten und 2.684 freie Stellen und Lehrstellen in den Unternehmen des Bezirkes wurden besetzt“, betont Musil.

673 Personen (davon 287 Frauen) waren 2021 beim AMS Scheibbs durchschnittlich als arbeitslos gemeldet, knapp 30 Prozent weniger im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2020.

Zu schaffen macht dem AMS aber der Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit. Laut Jahresdurchschnitt sind rund 80 Personen (davon 27 Frauen) im Bezirk bereits ein Jahr und länger ohne Job. Das sind um 47,4 Prozent mehr als im Jahr 2020 und sogar um 58 Prozent mehr als im Vorkrisenjahr 2019.

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