Scheibbser Motor läuft: NÖ-weit zweitstärksten Rückgan. Der Bezirk Scheibbs verzeichnet NÖ-weit zweitstärksten Rückgang bei den vorgemerkten Arbeitslosen. Nur Melk ist besser.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. Juni 2021 (14:21)
Es geht aufwärts am Arbeitsmarkt
APA (Symbolbild)

„Die durchwegs erfreulichen Arbeitsmarktzahlen Ende Mai 2021 zeigen, wie stark es in unserem Land nun endlich wieder wirtschaftlich bergauf geht. Am Höchststand der Pandemie – im April 2020 – waren fast 600.000 Menschen auf Arbeitssuche, mit 392.000 arbeitslos oder in Schulung vorgemerkten Personen konnte Ende Mai 2021 die 400.000er-Grenze endlich wieder unterschritten werden“, freut sich AMS-Chef Johannes Kopf über den bundesweiten Trend.

Dieser zeigt sich auch deutlich im Scheibbser Bezirk. Der Arbeitsmotor läuft wieder. Waren Ende Mai 2020 noch exakt 1.100 Personen beim Arbeitsmarktservice Scheibbs als arbeitslos vorgemerkt, so sind es ein Jahr später nur mehr 565 Personen. Das Minus von 48,6 Prozent (-535 Personen) bedeutet relativ gesehen den zweitstärksten Rückgang in allen niederösterreichischen Bezirken. Einzig der Bezirk Melk ist mit einem Minus von 49,3 Prozent (-1.274 Personen) Ende Mai noch besser. Niederösterreichweit liegt dieser Wert bei minus 31,9 Prozent.

Dennoch alles ist noch nicht „so wie früher“. Das beweist der Vergleich mit den Zahlen Ende Mai 2019. Da war das Minus gegenüber dem Jahr 2018 mit 30 Personen im Bezirk zwar wesentlich geringer, dafür hielt man insgesamt nur bei 481 arbeitslos gemeldeten Personen.

Nach wie vor Probleme gibt es bei der Vermittlung älterer Arbeitnehmer. Die Gruppe der Arbeitslosen über 50 Jahre macht mehr als die Hälfte der Gesamtanzahl aus. 2019 waren zum Vergleich „nur“ 192 Personen über 50 Jahre arbeitslos gemeldet – um 55 weniger als aktuell. Damit geht die Steigerung der Arbeitslosen gegenüber dem Jahr 2019 zu fast zwei Drittel auf Kosten der älteren Arbeitnehmer.