Bahnübergang in Purgstall: Alle Beteiligten sind sich einig

Erstellt am 22. April 2022 | 04:05
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8333589_erl16pgs_eisenbahn_3.jpg
An diesem unbeschrankten Bahnübergang in Purgstall hat es bei einem Zugunfall bereits ein Todesopfer gegeben. Spätestens 2026 wird er aufgelassen und parallel zu den Gleisen eine Ersatzstraße angelegt.
Foto: Karin Katona
Bahnübergang Rosenbichl wird stillgelegt, noch sind einige Detailplanungen nötig.
Werbung

Viele kleine, unbeschrankte Bahnübergänge, insgesamt 28 Stück, gibt es entlang der Erlauftalbahn in Purgstall. Viel zu viele, wie man seitens der Gemeinde findet. „Die alten Übergänge sind teilweise Gefälligkeiten für Grundeigentümer, zu einer Zeit, als es noch Pferdefuhrwerke gab. Dem heutigen Verkehrsaufkommen ist das nicht angemessen, wie die Unfälle in den vergangenen Jahren zeigten, bei denen insgesamt sechs Menschen ihr Leben verloren.

Schon seit 2013 unterstützen die ÖBB die Gemeinden bei der Reduzierung der unbeschrankten Bahnübergänge. In Purgstall wurde bereits ein Bahnübergang bei der Schlosssiedlung verlegt und mit einer Schrankenanlage ausgestattet.

Maßnahmen Ende 2026 abgeschlossen

Bereits 2021 hatten die ÖBB der Gemeinde zugesichert, sie auch bei der Auflassung des Bahnübergangs Rosenbichl zu unterstützen, wo ein Bahnunfall schon ein Opfer gefordert hat. Die Auflassung ist mit der Umleitung der Straße verbunden: Diese wird beim Bahnübergang Güterweg Gindl abzweigen und hinter der Bahntrasse geführt. „Die ÖBB tragen die Kosten“, freut sich Bürgermeister Harald Riemer.

Gute Nachrichten hat jetzt Gerhard Gattringer von der ÖBB Infrastruktur AG: Einen definitiven Termin für die Verlegung der Straße gebe es zwar noch nicht, doch: „Der Abschluss der Infrastrukturentwicklung einschließlich der Attraktivierung der Erlauftalbahn ist in der ÖBB-Vorstandssitzung Ende Jänner genehmigt worden.“ Die Detailplanungen für die Attraktivierungsmaßnahmen starten noch im heurigen Jahr. „Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem ein verdichtetes Fahrplanangebot, Elektrifizierung und Auflassung diverser Eisenbahnkreuzungen.“

Bis voraussichtlich Ende 2026 werden die Maßnahmen abgeschlossen sein. „Bezüglich der Auflassung der gegenständlichen Eisenbahnkreuzung und Errichtung eines Ersatzweges gab es bereits Abstimmungsgespräche und eine grundsätzliche Einigung mit allen Beteiligten“, sagt Gattringer.

Werbung